Milos Vujovic von den Füchsen trifft wieder zielgenau. City-Press

Wenn sich die Handball-Füchse von links ans gegnerische Tor schleichen, wird’s gefährlich. Sonntag sind die Männer der TSV N-Lübbecke dran. Linksaußen Milos Vujovic (28) erneuerte mit zehn Toren im EHF-Pokal gegen die Spanier von Bidasoa Irun beim 35:23 seine Empfehlung. Schon gegen Presov (35:27) versenkte er mit seinen artistischen Würfen die Kugel zehnmal in der Tatrankiste.

Läuft also für Milos. Das Lob will er aber keineswegs für sich allein in Anspruch nehmen: „Ich freue mich immer über Tore, aber das ist ein Werk des gesamten Teams, ich bin nur derjenige, der am Ende den Ball ins Tor wirft.“

Milos Leistung ist ein Wunder

Die Mannschaftskameraden im Fuchsbau klopfen Milos gern auf die Schulter. Das hat einen tiefen Grund. Der Linksaußen kam im Sommer 2020 von Ungarns Top-Klub Tatabanya KC und begeisterte bei seinen ersten Spielen. Leider war die Freude nur kurz. Der begnadete Handballer radelte auf dem Weg vom Training nach Hause, als er von einem rechtsabbiegenden Lkw erfasst und schwer verletzt wurde. Nach vier bangen Tagen auf der Intensivstation im Krankenhaus Friedrichshain, der anschließenden Genesung und der Reha, musste der Torjäger ganz von vorn beginnen. Jetzt hat er es geschafft.

Füchse-Manager Bob Hanning wieder Trainer

Füchse-Manager Bob Hanning, der nach der Corona-Infektion von Trainer Jaron Siewert für zwei Spiele auf die Trainerbank zurückkehrt, empfand einst die Entlassung Vujovic’ aus dem Krankenhaus „wie einen zweiten Geburtstag“. Natürlich hielt Hanning zu Milos und der Angreifer freut sich: „Jetzt bin ich wieder auf meinem alten Niveau und kann weiter meinen Traum, Bundesliga zu spielen, leben.

Da wartet am Sonntag nun Lübbecke. „Lübbecke ist wieder ein zäher Gegner für uns.“ Trotzdem will der Wurfkreis-Artist sein Konto von 41 Bundesliga-Treffern weiter aufstocken.

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