Füchse-Boss Bob Hanning geht von einer Absage des Europapokal-Trips nach Lissabon aus. Foto: dpa/Sascha Klahn

Die aus deutscher Sicht verkorkste Handball-WM ist abgehakt, jetzt zählen wieder nur die Füchse. Doch den eigentlich geplanten Blitz-Übergang wird es wohl nicht geben. Das Spiel am Dienstag in der European League bei Sporting Lissabon steht vor der Absage.

Es wäre das zweite Mal. Am 17. November hatten die Füchse Corona-Fälle im Team, jetzt ist Portugal Hochrisikogebiet mit Corona-Mutanten. „Wir gehen davon aus, dass es ausfällt“, meinte Füchse-Macher Bob Hanning noch am Vormittag. 

Die Bestätigung ließ nicht lange auf sich warten. Am Spätnachmittag war der Trip nach Lissabon endgültig Geschichte. „Der Spielausfall ist sehr schade, wir hatten uns ganz bewusst für diesen ganz frühen Termin entschieden, um eine Entzerrung des Wettkampfkalenders zu ermöglichen. So bleiben wir auf Kosten für Flüge und Hotel hängen und finden einen verspäteten Einstieg in die Rückrunde“, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning.

Portugal gehört aktuell mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 800 bei den Corona-Fällen zu den Hochrisikogebieten in Europa. Zudem ist das Land „durch das Thema der Mutation auf die besondere Liste gekommen“, ergänzte Hanning. Nach der Rückreise aus Lissabon hätten die Füchse deshalb in Quarantäne gemusst. 

Das trifft Berlins Handball-Asse sportlich und finanziell. Sportvorstand Stefan Kretzschmar: „Wir müssten bei einer Rückkehr aus Lissabon in Quarantäne, das können wir uns nicht leisten.“ Und: „Wir haben auch schon die Flüge gebucht, und das bekommst du ja nicht erstattet.“

Hanning sieht Fragezeichen

Mit der drohenden Absage wird die Europa League immer komplizierter, einen neuen Termin zu finden, wird schwierig. Hanning: „Wir haben jetzt ein paar Fragezeichen, wie man das dann alles noch schaffen soll. Aber das ist im ersten Moment nicht unser Problem.“

Das heißt jetzt eher TUSEM Essen und ist am kommenden Sonntag (16 Uhr, Schmelinghalle) Gegner zum Start in die Rückrunde der Bundesliga.