Füchse-Star Fabian Wiede ist nach der Niederlage in Wetzlar am Boden zerstört. Foto: Imago/Eibner-Pressefoto

Die Handball-Füchse schlittern immer tiefer in die Krise. Das 27:29 in Wetzlar war die vierte Pleite in den vergangenen fünf Ligaspielen. Der Abstand zur Spitzengruppe wird immer größer, die Saison immer mehr zur großen Enttäuschung.

Fabian Wiede war der Frust bis in die letzte Pore anzumerken. Das Rückraum-Ass bilanzierte gnadenlos ehrlich: „Für die Füchse ist das eine Katastrophe. Ich glaube, wir haben jetzt fast die letzte Chance verspielt, irgendwie noch einmal ein bisschen oben anzugreifen, noch in die Top 4 zu kommen.“ Größere Ambitionen haben sich spätestens mit dem Ausflug nach Wetzlar erledigt. Wiede: „Mit der Niederlage wird es extrem schwer.“

Klar: 25 Spiele sind in der Bundesliga vorbei, zehnmal gingen die Füchse geschlagen von der Platte. Zehn Minuspunkte Rückstand sind es schon auf Rang 4 und damit die Champions League. Noch mal Wiede: „Wir wissen, dass wir die Saison quasi vergeigt haben.“

Terminhatz hinterlässt Spuren

In Wetzlar bekamen die Füchse (zum wievielten Mal eigentlich?) keine Konstanz in ihr Spiel. Von Beginn an liefen sie einem Rückstand hinterher. Trainer Jaron Siewert beklagte eher zurückhaltend: „Wir haben es über fast die gesamte Spielzeit nicht geschafft, die 1:1-Situationen in der Abwehr zu lösen. Und vorne vergeben wir zu viele Chancen.“ Fabi Wiede wählte klarere Worte: „Wir haben die erste Halbzeit einfach komplett verpennt.“

Ein Grund dafür ist auch der enge Spielplan. Wiede: „Man kann es nicht komplett darauf schieben, aber wir waren natürlich auch sehr müde von den letzten Stunden und Tagen.“

Am Dienstagabend verloren die Füchse in der European League das Viertelfinal-Hinspiel im französischen Montpellier 29:32, das Team war dann den kompletten Mittwoch unterwegs. Wiede: „Wir sind früh um sechs Uhr losgefahren, waren um 19.00 Uhr am Flughafen in Frankfurt.“ und 24 Stunden später war dann Anwurf in Wetzlar.