Lass das mal den Lasse machen: Fuchs Andersson überwindet wieder mal Ex-Fuchs Silvio Heinevetter im Tor.  Foto: imago images/Nordphoto

Was für ein knappes Ding! Die Füchse gewinnen gegen die MT Melsungen 32:30 (13:14) und überholen damit den Ligakonkurrenten in der Bundesliga-Tabelle. Zuvor wurde Ex-Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter (36) offiziell verabschiedet.

Es war lange überfällig und zum eigentlichen Zeitpunkt der Corona-Zwangspause zum Opfer gefallen. Nun blieb es trotzdem ohne den verdienten Pomp, aber immerhin: Heinevetter, elf Jahre beim Hauptstadtklub, wurde nachträglich adieu gesagt und von seinen ehemaligen Teamkameraden noch einmal gebührend beklatscht.

Doch lange hielt die Freundschaft nicht an. Hans Lindberg (39) musste direkt für zwei Minuten raus, trotzdem legten die Hausherren mit zwei Toren vor. Die MT nutzte allerdings die technischen Fehler der Füchse und stellte prompt auf 2:3 (6.). Richtig absetzen konnte sich keiner der beiden.

Während die Gäste mit der Wurfeffektivität ihrer deutschen Nationalspieler auftrumpfen konnten (allein 10 Tore in Halbzeit eins von Kühn, Kastening und Häfner), zeichnete sich bei den Füchsen Torhüter Dejan Milosavljev (24) aus. Mit insgesamt zwölf Paraden gewann er das Duell gegen Ex-Fuchs Heinevetter.

Nach der Pause hatten die Melsunger die Nase zunächst leicht vorn (16:19, 39.). Es war einem Tripple von Lasse Andersson (26) zu verdanken (44., 22:20) sowie den elf (!) Treffern von Lindberg, dass sich das Blatt noch einmal wendete.