Schwierige Situation: Die Füchse reisen zum europäischen Quali-Spiel nach Ungarn – einem Corona-Risikogebiet. Foto: Michael Hundt

Erstes Pflichtspiel, erste Probleme. Im Hinspiel der zweiten Quali-Runde in der European League am Dienstag bei Hedo-B. Braun Gyöngyos (18.45 Uhr) müssen die Handball-Füchse nicht nur die sportliche Hürde überwinden. Corona bereitet zusätzliche Sorgen.

Montag: 6.50 Uhr, Schönefeld. Los geht die Reise ins Ungewisse. Über Budapest flogen die Füchse nach Gyöngyos – in ein Corona-Risikogebiet. Wegen steigender Infektionszahlen lässt Ungarn aktuell eigentlich keine Ausländer einreisen. Für die Füchse gilt eine 72-Stunden-Ausnahmeregelung. Voraussetzung ist ein negativer Corona-Test. Der wird auch bei der Rückreise am Mittwoch wieder fällig.

Kompakte Defensive, schnelle Konter

„Das Virus macht vor Ländergrenzen nicht halt, da muss man noch mehr auf die Hygiene achten und das Beste hoffen“, sagt Kapitän Paul Drux (25) und versucht, sich trotz der erschwerten Bedingungen auf das Sportliche zu konzentrieren: „Natürlich wollen wir gewinnen.“

Gegen den derzeit Dritten der ungarischen Liga eine schwere, aber machbare Aufgabe. „Sie sind körperlich sehr stark, das wird nicht einfach,“ warnt Drux und setzt auf kompakte Defensivarbeit mit schnellem Konterspiel.

Das unterstreicht auch Trainer Jaron Siewert (26): „Unser Abwehrspiel wird von zentraler Bedeutung sein. Mit Tempo wollen wir zu einfachen Toren kommen.“ Verzichten muss der Coach dabei weiter auf die Langzeitausfälle Mattias Zachrissson, Milos Vujovic und Fabian Wiede sowie auf Spielmacher Jacob Holm. Außerdem fehlt Kreisläufer Johan Koch, der sich gegen Kiel verletzt hat.