Kaum zu stoppen! Der Däne Lasse Andersson ist für den Formanstieg bei den Füchsen verantwortlich. Foto: imago images/Gora

Danish Dynamite! Neuzugang Lasse Andersson (26) ist die Personifikation der Füchse-Ambitionen. Mit ihm will der Verein die nächsten Titel holen und die Champions-League angreifen.

„Er kommt von einem absoluten Spitzenverein und hat beim FC Barcelona mehrere Jahre das System und die Professionalität verinnerlicht. Das bringt er nach Berlin.“, erklärt Sportvorstand Stefan Kretzschmar (47).

Allein die Tatsache, mit welcher Einstellung er zum Training komme, dass er zu jeder Einheit eine halbe Stunde früher erscheine, um sich separat warm zu machen und anschließend länger bleibe, „sei ein Vorbild für die gesamte Mannschaft“.

Ein Lob, das der 26-Jährige bescheiden aufnimmt und mit seiner ruhigen Art fast schon zurückweist: „Jeder schaut über die Jahre, was für ihn funktioniert und was nicht. Für mich hat sich diese Routine bewährt.“ Spätestens seit seinem Kreuzbandriss Anfang 2017, der ihn über ein Jahr vom Spielbetrieb fernhielt, achtet der gebürtige Däne umso mehr auf seinen Körper.

Und das hat sich ausgezahlt. Seine Sprungkraft und Dynamik machen ihn zu einem der athletischsten Spieler in der Bundesliga, lassen ihn auf dem Feld geradezu explosionsartig die Bälle abfeuern. „Das ist eine Komponente, die wir brauchen werden“, sagt Kretzschmar, der zu Beginn der Saison aber auch bemängeln musste, dass das Effektivitätsverhalten seines Protegés ausbaufähig war.

Zu oft ging ein Pass ins Leere, versauten unnötige technische Fehler einen gut geplanten Angriff. Das weiß auch Andersson ohne nervös zu werden: „Solche Dinge brauchen Zeit.“

Die Formsteigerung der Füchse mit fünf Siegen in Folge geben ihm recht. Bei der Begegnung am Sonnabend gegen die MT Melsungen (20.45 Uhr) und somit einem direkten Ligakonkurrenten bietet nun sich die Möglichkeit, diese Entwicklung fortzusetzen. Dann wollen Andersson und die Füchse wieder unter Beweis stellen, dass sie ganz oben mitspielen können.