Füchse-Kapitän Hans Lindberg erzielt eines seiner fünf Feldtore gegen Flensburg. Foto: City-Press

Hans, der Hans, der kann’s! Mit diesem Schlachtruf feiern die Füchse-Fans ihren Kapitän nach jedem Tor. Gegen die SG Flensburg-Handewitt durfte zehnmal gejubelt werden. Trotz dieser überzeugenden Leistung konnte allerdings auch Hans Lindberg die 33:35-Niederlage nicht abwenden.

Es war eine Angriffsleistung, die sich sehen lassen konnte. Die Schützlinge von Trainer Michael Roth überzeugten mit einer Wurf-Effektivität von 80 Prozent. Einer jedoch lag weit über der Norm: Hans Lindberg. Fünf Treffer erzielte er aus dem Feld, fünf vom Siebenmeter-Strich. Fehlwurf? Fehlanzeige!

Schiris sind keine Füchse-Fans 

Sonst ist die Offensive eher das Sorgenkind der Füchse, diesmal sah die Sache etwas anders aus. „Wir kassieren zu viele Tore in einem allerdings sehr temporeichen Spiel“, erklärte der Däne nach Abpfiff, „in der entscheidenden Phase machen wir eine Kombination von Fehlern und dann wird nicht unbedingt zu unseren Gunsten gepfiffen.“

Durch die Partie weg waren die Füchse gleichauf mit dem amtierenden Meister, in den Schlussphasen beider Halbzeiten schlich sich indes der eine oder andere Lapsus zu viel ein. Und dann waren da noch die Schiedsrichter-Entscheidungen. „Es war schwer, eine einheitliche Linie zu erkennen“, versuchte sich Lindberg diplomatisch. „Wir haben zu viele Zwei-Minuten-Strafen bekommen. Ob die alle verdient waren, weiß ich nicht.“

Insgesamt elf Zeitstrafen verteilte das Duo Hanspeter Brodbeck/Simon Reich aus Reutlingen bzw. Metzingen – sechs davon an die Füchse. Die scheinbare Ausgeglichenheit der Sanktionen täuschte aber kaum darüber weg, dass gerade in entscheidenden Situationen Pfiffe für die Füchse ausblieben. Lindberg versöhnlich: „Schiedsrichter möchte man heute vielleicht auch nicht sein.“