Marko Kopljar ist als Linkshänder offensiv im rechten Rückraum gefordert, soll in der Abwher dann die linke Angriffsseite des Gegners dicht machen. Foto: dpa

Die Stimmung bei den Handball-Füchsen ist vorm Bundesliga-Hit am Sonntag gegen Flensburg (16 Uhr, Schmelinghalle) trotz zuletzt wenig toller Leistungen nicht verkrampft. Schon gar nicht bei Marko Kopljar. Das Rückraum-Ass ist immer für einen Scherz zu haben – auch wenn er auf eigene Kosten geht. Aber, dass nach dem Zugang von Dainis Kristopans die Großen-Witze mal jemand anderes treffen, ist auch für ihn neu.

„Es ist sehr, sehr gut, dass er da ist. Jetzt kann ich die Witze machen und jemanden warnen, dass er sich nicht den Kopf stoßen soll“, lacht Kopljar. Bis vor drei Wochen war er mit 2,10 Metern der Kader-Riese. Kristopans ist noch mal fünf Zentimeter größer! „Es ist was anderes, wenn ich mir so einen Scherz bei ihm erlaube, weil ich mir sonst solche Sprüche anhören muss“, erklärt der gebürtige Kroate, der in seinem Sportlerleben die Qual der Wahl hatte: „Ich habe alles gespielt. Fußball, Volleyball, Basketball, Handball ...“

Kopljars Tiefschlag: Achillessehnenriss

Dass er mit 14 Jahren beim Handball landete, verdankt der seiner älteren Schwester. Eine Entscheidung, die er nie bereut hat. Warum auch? Kopljar ist 147-facher Nationalspieler, zweifacher Olympia-Teilnehmer sowie All-Star-Player der EM 2012, bei der er mit Kroatien Bronze holte. Mit RK Zagreb hat er Champions League gespielt, mit Paris SG die französische Liga dominiert.

Einen Tiefschlag gab es indes doch. Als er sich im EHF-Cup-Spiel der Füchse bei St. Raphael die Achillessehne riss und 18 Monate pausieren musste. Im September 2019 feierte Kopljar sein Comeback. Seitdem geht es bergauf. „Das war zwischendurch sehr frustrierend, aber jetzt fühle ich mich wieder fit.“

Für die Füchse ist das super wichtig. Mit aktuell fünf Ausfällen setzt Trainer Michael Roth auf den 34-Jährigen in Abwehr und Angriff. Und gegen Flensburg muss der Linkshänder all sein Können abrufen. „Die sind nicht umsonst zweimal Meister geworden“, sagt Kopljar, „da muss man aufpassen, dass man nicht den Zugriff verliert und darf sich nicht zu viele Fehler erlauben.“