Marian Michalczik behielt beim Länderspiel in Tallinn gegen Estland die Übersicht. Foto: imago images/Wolf

Na bitte, es geht doch! Und zwar richtig gut. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft gewinnt ihr zweites Quali-Spiel für die Euro 2022, siegt in Estland ganz souverän 35:23 (13:12).

Konsequent in der Defensive, beweglich im Angriff – das sah schon viel besser aus als beim wackeligen Auftritt am Donnerstag in Düsseldorf beim knappen 25:21 gegen Bosnien-Herzegowina.

Dirigiert von Fuchs Marian Michalczik (23), lief’s in Tallinn besonders über den Rückraum. Da konnte sich Julius Kühn (27) in Szene setzen, zimmerte allein in der ersten Halbzeit sieben Bälle ins gegnerische Tor. Am Ende war der Melsunger mit insgesamt neun Treffer erfolgreichster Werfer.

Die DHB-Auswahl lag nach 20 Minuten bereits mit vier Toren vorn (11:7). Allerdings gab es dann auch einige Unkonzentriertheiten, die die Gastgeber wieder in Spiel brachten. Kanonier Kühn gab ehrlich zu: „Da haben wir wieder zu viele Fehler gemacht, aber in der zweiten Hälfte lief es dann wesentlich besser.“

Nach der Pause waren die Deutschen wieder hellwach, ließen in den ersten zehn Minuten nur ein Gegentor zu und konterten die Esten reihenweise aus. Bundestrainer Alfred Gislason (61) nach seinem zweiten Spiel: „Da hat man dann gesehen, wie wir eigentlich spielen wollen. Darauf kann man aufbauen.“