Fabian Wiede wird auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft verzichten. Foto: imago images

In fünf Wochen soll es losgehen. Doch die Handball-WM in Ägypten ist noch immer umstritten, auch bei den Spielern. Nun sagte Fuchs Fabian Wiede (26) seine Teilnahme ab. „Ja, ich habe Alfred abgesagt und ihm gesagt, dass ich mich von der Schulter her noch nicht so optimal fühle, dass ich nach zehn Monaten Verletzungspause gleich im Verein voll spielen und die WM mitnehmen kann“, bestätigt Wiede. „Dann hätte ich gar keine Pause, und das wäre etwas viel. Ich möchte schließlich noch ein paar Jahre Handball spielen.“

Bundestrainer Alfred Gislason habe sich verständnisvoll gezeigt. Allerdings muss der 61-Jährige seine Kaderplanung nun erneut anpassen, nachdem jüngst Tim Suton (24) und Frank Semper (23) einen Kreuzbandriss erlitten und somit für längere Zeit ausfallen.

Außerdem hatte am Montag Kreisläufer Patrick Wiencek (31) Gislason darüber informiert, nicht nach Ägypten mitzufahren, da es sich für ihn in seiner Konstellation als Familienvater und Spieler des THW Kiel „nicht richtig anfühlt, im Januar vier Wochen weit weg von zu Hause zu sein“.

Familiäre Gründe seien für Wiede allerdings zweitrangig gewesen. „Aber es ist natürlich auch gut, dass ich jetzt bei meiner hochschwangeren Freundin sein und sie unterstützen kann“, sagt er. Eine Durchführung der WM hält das Rückraum-Ass trotz der aktuellen Pandemie für möglich, „sofern sich alle an die Regeln halten“.

Bis zur voraussichtlich am 3. Januar beginnenden Vorbereitung ist es nun an Gislason, sich für die WM ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen.