Sein Comeback im deutschen Nationalteam muss Fuchs Fabian Wiede am Wochenende ohne Kumpel und Teamkollege Paul Drux feiern. Foto: Imago

Die Rückkehr hatte sich Fabian Wiede anders vorgestellt. Seit Oktober 2019 hat der Rückraum-Spieler der Füchse kein Länderspiel mehr bestritten. Ausgerechnet im heimischen Fuchsbau feiert er am Wochenende seine Rückkehr ins  Nationalteam. Fast schon gewohnt ohne Zuschauer, aber auch ohne Kumpel Paul Drux. Der musste sich am Mittwoch wegen eines Außenmeniskusschadens am linken Knie operieren lassen und fällt aus.

„Natürlich bin ich traurig, dass er nicht dabei ist“, sagt Wiede, „unser letztes gemeinsames Turnier war die Heim-WM 2019.“ Gemeinsam wollten sie jetzt zu den Olympischen Spielen.

Drei Spiele in drei Tagen für den Olympia-Traum

Beim Quali-Turnier am Wochenende in Berlin aber kann nur Fabian Wiede spielen. Wenn er denn darf. Denn: Vor jedem der drei Spiele gegen Schweden (Freitag, 15.15 Uhr), Slowenien (Sonnabend, 15.35 Uhr) und Algerien (Sonntag, 15.45 Uhr) muss Bundestrainer Alfred Gislason einen Feldspieler aus seinem 18-köpfigen Kader auf die Tribüne setzen.

Dennoch ist der Linkshänder froh darüber, „dass mich Alfred berücksichtigt hat. Ich bin froh, dankbar und stolz für Deutschland spielen zu dürfen“, so der Berliner. Nach der enttäuschenden WM im Januar, für die neben Wiede auch die Spieler aus Kiel abgesagt hatten, haben nun alle das große Ziel vor Augen: Die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Ohne Unterstützung der Zuschauer und den verletzten Paul Drux. Dafür aber mit einem motivierten Fabian Wiede.