Vom Spieler und Publikumsliebling bei den Füchsen zum Co-Trainer des TSV Hannover-Burgdorf: Iker Romero Foto: Fotos: imago images/Schroedter

Iker Romero (40) war bei den Fans beliebt wie kaum ein anderer. Der einstige Kapitän hat sich in seinen vier Jahren bei den Füchsen einen Heldenstatus erarbeitet. Als Co-Trainer der TSV Hannover-Burgdorf kehrt er heute in die Hauptstadt zurück.

Manch einer mag sich noch daran erinnern. Als Romero im Jahr 2015 in Berlin mit großem Tamtam seine Karriere beendete, lagen sich die Spieler in den Armen, beim Publikum flossen Tränen. Auf seine Zeit bei den Füchsen blickt der Spanier gerne zurück. Seine liebste Erinnerung? „Da gibt es so viele gute Momente“, antwortet er und kann sich kaum entscheiden, „der Pokalsieg in Hamburg 2014 war spitze, genauso das Final Four 2011 in Köln. Aber da gibt es noch so viel mehr.“ Zum Beispiel den EHF-Cup-Sieg in der Schmeling-Halle, mit dem er sich verabschiedete.

Mittlerweile schlägt sein Herz allerdings in Hannover. „Natürlich vermisst man das manchmal, doch alles hat seine Zeit“, sagt Romero, „als junger, lediger Mann ohne Kinder kann man in Berlin natürlich alles machen, aber für das Leben mit der Familie ist Hannover die perfekte Stadt.“ Mit der ehemaligen Spreefüxxin Laura Steinbach (35) hat er mittlerweile zwei Kinder und sich in der niedersächsischen Hauptstadt eingelebt. Privat und sportlich. An der Seite von Landsmann Carlos Ortega coacht Romero seit 2017 die Recken, ist zusätzlich in der Nachwuchsförderung aktiv.

„Da liegt unsere Zukunft“, sagt er mit einer Selbstverständlichkeit, die an Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning (52) erinnert. So weit entfernt ist der Vergleich nicht, dient der Hauptstadtklub doch als kleines Vorbild: „Berlin schlägt da den besten Weg ein. Wenn ich dort einen Weltklassespieler wie Fabian Wiede sehe, oder einen Paul Drux, der fast sein ganzes Leben dort war und jetzt Kapitän ist, finde ich das richtig schön.“ Zu beiden pflegt er noch regelmäßigen Kontakt. Doch Freundschaft hin oder her – wenn Romero heute mit Hannover antritt (19 Uhr), erwartet er das, was er schon in Berlin immer gepredigt hat: „Wir werden kämpfen und alles geben.“