Milos Vujovic in Aktion. imago-images/Camera 4

Darauf mussten die Fans der Füchse lange warten. In Leipzig feierte Milos Vujovic (27) sein Pflichtspieldebüt bei Berlins Handball-Assen und steuerte zwei Treffer zum 24:24 bei.

„Das ist ein wundervolles Gefühl nach so langer Zeit“, freute sich der gebürtige Montenegriner, „ich bin einfach nur froh, dass ich mein erstes offizielles Spiel für die Füchse machen konnte.“

Erst vor sieben Wochen (!) hatte der Neuzugang eine nahezu tödlichen Verkehrsunfall, wurde von einem Lkw umgefahren, als er zum Training radelte. Mit schweren Lungenprellungen und gebrochenen Rippen wurde er auf die Intensivstation gebracht und hatte Glück, dass nicht noch Schlimmeres passiert ist.

Vujovic kämpfte sich zurück – und wurde belohnt. Bei seinem Comeback am Sonntag stellte ihn Trainer Jaron Siewert (26) prompt in die Startformation. Der 27-Jährige bedankte sich, zimmerte nach vier Spielminuten seinen ersten Ball ins gegnerische Tor. Die Wurfausbeute war zwar noch ausbaufähig (2/5), aber der Linksaußen zeigte trotzdem, welch ein Gewinn seine wahnsinnige Schnelligkeit und seine trickreiche Wurfvariationen für die Füchse sein können.

Nachdem es in Leipzig nicht zu einem Sieg reichte, hofft Vujovic auf zwei Punkte am Donnerstag gegen Hannover (19 Uhr, Schmelinghalle): „Ich erwarte ein hartes Spiel, aber genauso, dass wir gewinnen. Das wollen auch unsere Fans sehen.“

Tim Matthes (21), sein Kompagnon auf Linksaußen, sieht das ähnlich. „Wir müssen wieder Kampf und Emotionalität auf die Platte bringen und das Spiel konzentriert angehen. Die zwei Punkte wollen wir unbedingt holen.“