Michael Roth übernimmt die Berliner bis zum Saisonende. imago-images/Eibner

Handball mit Herz und Verstand – unter diesem Motto möchte der neue Füchse-Trainer Michael Roth (58) den Hauptstadt-Klub in den kommenden drei Monaten zum Erfolg führen. Erste Bewärungsprobe ist am Sonntag im EHF-Cup gegen Logrono (16 Uhr, Schmelinghalle).

Roth weiß, wo er ansetzen muss: „Das sah in letzter Zeit etwas schwerfällig aus, war von der Körpersprache und der mentalen Stärker her schwach.“

Viel Zeit blieb dem Neu-Fuchs nicht, um sich auf die Aufgabe einzustellen. Als ihn Kumpel Stefan Kretzschmar am Dienstag erstmals kontaktierte, war Roth gerade in Kitzbühel auf dem Geburtstag von Hockey-Legende Stefan Blöcher. Zwei Tage später erreichte ihn abends in Hamburg dann die Anfrage für die Nachfolge von Velimir Petkovic. „Das war dann eine kurze Nacht und ein super anstrengender Tag“, erzählt der gebürtige Heidelberger, „eigentlich wollte ich am Wochenende mit meiner Frau in den Urlaub.“

Der wurde fix abgesagt und ein Zugticket nach Berlin gebucht. Ohne Reue. Roth: „Als ich hier ankam, wusste ich, dass ich richtig bin. Das sind richtig gute Jungs, richtige Maschinen. Ich habe noch nie eine bessere Mannschaft trainiert.“

Und die soll schnellstmöglich wieder Erfolge feiern. Am besten schon am Sonntag. Roth: „Da müssen wir versuchen, ohne Druck aufzuspielen, obwohl die Partie wichtig ist. Die Jungs sollen wieder Spaß und Freude am Handball haben.“