Füchse-Manager Bob Hanning nimmt das Virus-Chaos sportlich. Foto: City-Press

Die Stimmung bei den Füchsen könnte besser sein. Nach dem positiven Corona-Test bei Marian Michalczik (23) und der Spielabsage in Kiel bleibt Manager Bob Hanning (52) aber gelassen. „Es war davon auszugehen, dass das irgendwann mal passiert. Wie im Berufsleben oder in der Schule,“ sagt Hanning, „man muss keinem einen Vorwurf machen, weil alle versucht haben, das Risiko zu minimieren.“

Michalczik war zusammen mit Paul Drux (25) beim Nationalmannschaftslehrgang und anschließend bei den Quali-Spielen für die EM 2022. Nach der Reise wurde der Mittelmann positiv getestet, Drux ist vorerst in Isolation. „Natürlich ist es bitter, dass es nun die Füchse getroffen hat“, sagt Hanning, der zuletzt wiederholt mehr Gelassenheit gefordert hatte und dass man lerne, mit dem Virus zu leben anstatt sich von ihm das Leben diktieren zu lassen.

Für die Füchse ist es nach dem ersten Fall von Trainer Michael Roth (58) im März die zweite Infektion im Team. Schlimmer traf es kürzlich beispielsweise den SC DHfK Leipzig, wo die gesamte Mannschaft in Quarantäne musste, nachdem sich erst Coach Andre Haber (34) und anschließend neun Spieler mit dem Virus infiziert hatten.

Trotz der steigenden Corona-Fallzahlen kommen Fragen zur WM in Ägypten im Januar bei Hanning allerdings nicht auf: „Warum sollten wir die verschieben? Wir brauchen in unserer Sportart doch beides, die Liga und die Verbände.“