Fuchs Paul Drux (l.) muss gegen Uruguay auch einstecken. Foto: AFP Pool/Anne-Christine Poujoulat

Schützenfest zum WM-Auftakt: Deutschlands Handballer mit den Füchsen Paul Drux und Marian Michalczik knallten sich mit einem mühelosen 43:14 (16:4) gegen Uruguay ins Turnier. Beim erwartet deutlichen Erfolg zum WM-Debüt von Bundestrainer Alfred Gislason waren in Gizeh Timo Kastening (Melsungen) mit neun Toren und Marcel Schiller (Stuttgart/5) die besten deutschen Werfer.

Am Sonntag geht's gegen Kap Verde (18 Uhr, ARD)  laut Videostudium ein besserer Gegner. Die Afrikaner erhielten trotz vier positiver Corona-Fälle, die bei der Ankunft in Ägypten am Donnerstag wurden, vom Weltverband IHF grünes Licht für ihre erste WM-Teilnahme. Die betroffenen Spieler befinden sich in Quarantäne und fallen aus. DHB-Vize und Füchse-Boss Bob Hanning: „Es ist ganz wichtig, dass wir die Fokussierung behalten.“

Zumal sich die deutsche Mannschaft dann auf mehr Gegenwehr einstellen muss als gegen Uruguay. Im ersten Duell mit dem höchstens viertklassigen Gegner verzichtete Gislason überraschend auf Stammtorwart Andi Wolff (29/Kielce). Für ihn fing Jogi Bitter (38/Stuttgart) an.

Der alte Oldie, schon 2007 mit der DHB-Auswahl Weltmeister, war der gewohnt gute Rückhalt - auch wenn er nicht allzu oft gefordert wurde. Von Beginn an dominierte Deutschland die einseitige Partie. Nach einem ordentlichen Start (6:1/10.) schlichen sich im Angriff viele Unkonzentriertheiten ein.

Heinevetter glänzt mit Pässen

Allein Kapitän Uwe Gensheimer (RN Löwen) vergab in den ersten 25 Minuten vier Großchancen, darunter einen Siebenmeter. Dennoch ist der Linksaußen ist trotzdem neuer deutscher WM-Rekordtorschütze, weil sein drittes Tor im Spiel sein insgesamt 174 Treffer war.

Nach der Pause rückte Ex-Fuchs Silvio Heinevetter (36/Melsungen) für Bitter zwischen die Pfosten und lieferte ebenfalls eine gute Vorstellung ab und überzeugte mit vielen punktgenauen Treffern besonders auf Kastening.  Bundestrainer Gislason:„ Ich bin sehr zufrieden mit der Einstellung, dass die Jungs Geduld hatten. Sehr gut war auch, dass die Mannschaft bis zum Ende durchgezogen hat.“