Schwimmen in den Berliner Bädern (Symbolbild). 
Schwimmen in den Berliner Bädern (Symbolbild).  imago/Panthermedia

Die kalten Tage gehen zu Ende, doch die warmen Sommermonate lassen noch auf sich warten – und damit die Möglichkeit, draußen schwimmen zu gehen. Insgesamt hat Berlin über 60 verschiedene Badeanstalten zu bieten, so viel wie keine andere Stadt in Deutschland! Egal ob Hallen- oder Freibad, die Hauptstadt hat sie alle. Die meisten Freibäder in Berlin öffnen zwischen Mai und Juni. Bis dahin können sich Berlinerinnen und Berliner in rund 30 Hallen- und Kombibädern warmschwimmen. Einige davon sind wahre Schmuckstücke: Hier sind vier besonders schöne Indoor-Schwimmbäder in Berlin!

(Allgemeiner Hinweis: Aufgrund der geltenden Energiesparverordnung können einzelne Teile der Schwimmbäder [z.B. Saunen, Whirlpools] gar nicht oder nur eingeschränkt in Betrieb sein. Auf den entsprechenden Websites finden sich dazu alle relevanten Informationen.)

1. Wie die Thermen der Antike: Schwimmen im Stadtbad Neukölln

Antiken Thermen nachempfunden: das Stadtbad Berlin-Neukölln
Antiken Thermen nachempfunden: das Stadtbad Berlin-Neukölln imago/ Achille Abboud

Das Stadtbad Neukölln ist nicht nur eines der schönsten Schwimmbäder Berlins, sondern gilt seit seiner Eröffnung im Jahr 1914 auch als eines der schönsten Bäder Europas. Gleichzeitig ist es auch eines der größten seiner Art.

Das Bad ist inspiriert von Thermen der Antike. Es besitzt eine Dachkuppel mit Oberlicht und ein rundes Tauchbecken. Zu Zeiten der Erbauung badeten Männer und Frauen noch getrennt, weswegen das Schwimmbad in eine große und eine kleine Halle aufgeteilt ist.

Heute gibt es diese Aufteilung nicht mehr. In den Hallen finden sich Becken mit 19- (kleine Halle) bzw. 25- (große Halle) Meter-Bahnen. Beide verfügen außerdem über ein Nichtschwimmerbecken. Das Stadtbad Neukölln hat außerdem einen eigenen Saunabereich.

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Für Menschen mit Rollstuhl ist der Zugang barrierefrei, in der kleinen Halle gibt es einen Hublift. Der Saunabereich ist allerdings nicht vollständig mit dem Rollstuhl erreichbar.

Achtung: Da in den Hallen auch Schul-, Vereins- und Kursbetrieb stattfindet, variieren die Öffnungszeiten für öffentliches Schwimmen. Die genauen Zeiten können auf den Websites eingesehen werden.

Wo? Ganghoferstraße 3, 12043 Berlin (Neukölln)

Wann? Große Halle: montags Frauenschwimmen, frühestens ab 10 Uhr und immer bis 22.30 Uhr
Kleine Halle: Di & Do 9–14 Uhr

Preis: Haupttarif 5,50 Euro

2. Stadtbad Charlottenburg – Alte Halle und Neue Halle

Das Stadtbad Charlottenburg ist das älteste Schwimmbad Berlins. Es ist in die Alte Halle und die Neue Halle aufgeteilt und wurde zuletzt in den 1970ern renoviert. Seit 1982 ist das im Jugendstil gestaltete Schwimmbad zudem denkmalgeschützt.

In der Alten Halle befinden sich 25-Meter-Bahnen mit einem integrierten Nichtschwimmerbecken. Wer ein wenig mehr Action sucht, sollte lieber die Neue Halle besuchen. Hier finden sich Rutschen, ein Sprungbecken und 50-Meter-Bahnen.

Mit Stand von März 2023 ist die Neue Halle bis auf weiteres geschlossen, da umfangreiche Sanierungen anstehen. Außerdem sollen beide Hallen verbunden und ein barrierefreier Zugang geschaffen werden, da die Schwimmbäder derzeit nur durch Stufen erreichbar sind.

Wo? Krumme Straße 9 und 10, 10585 Berlin (Charlottenburg)

Wann? täglich, aber zu unterschiedlichen Zeiten, da auch Schul-, Vereins- und Kursbetrieb stattfindet; frühestens 6.30 Uhr, immer bis 22 Uhr

Preis: Haupttarif 5,50 Euro

3. Für die ganze Familie: Stadtbad Schöneberg „Hans Rosenthal“

Was das Schwimmbad in Berlin Schöneberg besonders macht, ist seine Aufteilung auf zwei Stockwerke. Der viele Platz wird auch genutzt, denn das Stadtbad Schöneberg verfügt über Whirlpools, ein Solebecken, Sprungbretter und ein tiefes Becken, 25-Meter-Bahnen, einen Nichtschwimmerbereich und ein Kleinkindbecken.

Es gibt außerdem einen kleinen, beheizten Außenbereich mit Strömungskanal. Damit eignet sich das Schwimmbad für die ganze Familie.

Das Stadtbad Schöneberg ist auch für Menschen mit Rollstuhl zugänglich. Es verfügt außerdem über Wasserrollstühle und Aufzüge.

Wo? Hauptstraße 39, 10827 Berlin (Schöneberg)

Wann? Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa & So 9–22 Uhr

Preis: Haupttarif 5,50 Euro

4. Badespaß für alle: Stadtbad Lankwitz

Das Stadtbad Lankwitz ist ein Schwimmbad, welches im äußeren Teil Berlins liegt. Es ist freizeitorientiert und bietet besonders Kindern einige Attraktionen. Daher ist es perfekt für einen Familienausflug.

Neben 25-Meter-Bahnen gibt es die Möglichkeit, vom Ein- bzw. Drei-Meter-Brett zu springen. Außerdem bietet das Stadtbad Lankwitz eine 60 Meter lange Wasserrutsche, ein Kleinkindbecken, Whirlpools und eine Saunalandschaft.

Der Zugang ist barrierefrei, zudem gibt es einen Wasserrollstuhl.

Achtung: Derzeit (März 2023) finden im Stadtbad Lankwitz Aqua-Fitness-Kurse statt, sodass die Öffnungszeiten abweichen können. Auf der Website finden sich alle relevanten Informationen.

Wo? Leonorenstraße 39, 12247 Berlin (Lankwitz)

Wann? Täglich von 8-22 Uhr

Preis: Haupttarif 5,50 Euro

In Berlin gibt es Schwimmbäder für alle

Egal ob Freizeit- oder Leistungsschwimmer, mit Kindern oder ohne: In Berlins Schwimmbädern finden alle Platz. Die Berliner Bäder bieten eine Vielfalt an Stadtbädern, die durch ihre verschiedenen Stile und Ausstattungen diverse Möglichkeiten zum Schwimmen bieten.

Übrigens: In vielen Schwimmbädern Berlins werden auch Schwimmkurse bzw. Schwimmunterricht angeboten. Wer also noch nicht schwimmen kann, kann auch das problemlos lernen.