Ein Igel im Herbstlaub. Foto: imago images

Die kalte Jahreszeit kommt – und damit auch eine heikle Zeit für die putzigsten Tierchen, die sich in unseren Gärten heimisch fühlen. Denn Igel haben momentan allerlei zu tun: Sie wandern auf der Suche nach einem Schlafplatz und Futter momentan umher. Denn: Die Tiere werden erst im Spätsommer geboren, müssen bis zum beginnenden Winterschlaf ordentlich Gewicht zugelegt haben. Tierschützer geben Tipps, wie jeder den Stacheltieren helfen kann.

Damit die Tiere bis zum Winterschlaf etwa genug Gewicht zulegen, könnten Gartenbesitzer ihnen mit dem richtigen Futter helfen, rät Katharina Erdmann, Wildtier-Expertin bei der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“. „Igel sind Fleischfresser und essen kein Obst, Gemüse oder Nüsse. Sie benötigen eiweißreiche Nahrung. Damit die Tiere vor dem Winter genug Speck auf die Hüften bekommen, kann man zum Beispiel Katzenfutter oder spezielles Igelfutter bereitstellen“, sagt Erdmann. „Milch sollte man generell nicht anbieten, denn die vertragen Igel nicht und auch rohes Hackfleisch ist aufgrund möglicher Krankheitsüberträger problematisch.“

Igel werden erst im Spätsommer geboren, müssen derzeit Winterspeck anlegen. Foto: dpa

Außerdem sei es wichtig, den eigenen Garten igelfreundlich zu gestalten – denn die Tiere brauchen ein Versteck. „Wer etwas für Igel tun möchte, sollte den ein oder anderen Laubhaufen auch mal liegen lassen“, rät Erdmann. Denn hier finden die Igel Schutz vor Kälte und Regen sowie einen Unterschlupf für den Winter. Zäune seien zudem unüberwindbare Hindernisse. „Kleine Löcher und Durchschlupfmöglichkeiten helfen ihnen bei ihrer Suche nach Futter.“

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Von Wasseroberflächen wie Gartenteichen sollte das Laub aber entfernt werden – die Blätter machen das Wasser unsichtbar. Erdmann:  „Fällt ein Igel in einen Gartenteich, kommt er aus eigener Kraft meist nicht heraus. Die Teichfolien sind zu glatt für die kleinen Pfoten. Dicke Äste oder andere Kletterhilfen in Ufernähe im Teich platziert, können daher lebensrettend für Wildtiere sein.“

Genauso wichtig sei es aber auch, nicht zu früh einzugreifen. „Wenn man einen kleinen Igel in seinem Garten beobachtet, sollte man ihn nicht gleich einsammeln“, sagt Erdmann. „Man sollte sich stattdessen Zeit nehmen und das Tier beobachten. Wenn es sehr klein ist, handelt es sich um ein Jungtier und oft ist dann die Mutter nicht fern. Sammelt man einen kleinen Igel zu früh ein, läuft man Gefahr, ihn eventuell aus seiner Familie zu reißen.“