Bei den einen läuft es ganz okay, bei anderen gar nicht. Richtig Lust auf Homeschooling hat aber fast keiner mehr.  imago

Seit Monaten mühen sich Familien jetzt durchs Homeschooling. Motivation? In vielen Haushalten nicht mehr vorhanden. Was also tun?

Familiencoach Kira Liebmann rät dazu, sich nicht so sehr auf die Lernsituation zu konzentrieren, sondern vor allem aufs Drumherum. „Wenn man es schafft, außerhalb des Schulkontextes eine entspannte Atmosphäre entstehen zu lassen, ist viel gewonnen.“ Am wichtigsten sei dabei, dass Jugendliche genügend Ausgleich neben dem Lernen vor dem Bildschirm haben.

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Konkret heißt das: eine Pausenstruktur schaffen. „Timer stellen, maximal 25 Minuten lernen, dann 5 Minuten Pause einlegen.“ Kinder können sich etwa doppelt so lange konzentrieren, wie sie alt sind - ein 15-Jähriger somit 30 Minuten.

Erwachsene sollten im Homeschooling Augen und Ohren zuzuklappen

Was außerdem den Alltag erleichtert: bestimmte Zeiten am Tag festlegen, an denen man mit seinem Kind über Schulthemen spricht - und wann eben nicht mehr. „Ab 16 Uhr geht es dann meinetwegen um nichts Schulisches mehr.“

dpa
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Kira Liebmann hat für Eltern einen weiteren Tipp: Oft kriegen wir Erwachsenen jetzt viel unmittelbarer mit, wie sich das Kind im Unterricht verhält. Ob es aufmerksam zuhört zum Beispiel, oder ob es sich meldet. „Das verleitet dann dazu, sich aus dem Hintergrund einzumischen: 'Du musst mehr mitmachen.'“ Das sorge aber oft für Spannungen. Besser sei deshalb, Augen und Ohren zuzuklappen und seinen Kindern die Schule zu überlassen.

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Und selbst, wenn Jugendliche in einer ausgeprägten „Das ganze Homeschooling interessiert mich überhaupt nicht“-Phase stecken: Was ist das Schlimmste, was jetzt passieren kann? „Im Zweifel wiederholen sie das Jahr eben noch mal, da müssen sie dann durch“, sagt Liebmann.