Geschwister spielen am Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain in Berlin-Friedrichshain (Symbolbild) imago/NBL Bildarchiv

Liebe Leserinnen und liebe Leser, bei der Ferienplanung sind Eltern nicht zu beneiden, denn die Schließzeiten der Kitas entpuppen sich oft als Härtefall. Eigentlich klingt es ja ganz einfach, den eigenen Urlaub exakt in die dreiwöchige Kita-Pause zu legen. Wenn da nicht Kolleginnen und Kollegen wären, die auch ein Anrecht auf drei Wochen Urlaub hätten.

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Welch ein Glück, wenn dann Großeltern am Start sind. So wie meine Freundin Betti, von der ich Ihnen schon erzählt habe. Mit viel Erfindungsreichtum, einer großen Portion Spaß und Unternehmungslust macht sie ihren zwei Enkelkindern (4 und 6 Jahre alt) eine Woche Sommerferien zum Erlebnis.

Was macht man in den Ferien, wenn man kein großes Budget hat?

Große Reisen lässt ihr schmales Budget nicht zu, aber das vermissen die beiden ganz bestimmt nicht, denn Betti und die Mädchen haben bereits angefangen, ihre Ferienwoche zu planen. Auf meinen Einwand, dass es dafür doch noch ziemlich früh sei, kam so ein typischer Betti-Satz: „Spontanität will wohl überlegt sein“.

Was auf dem Plan steht? Eine Rätseltour durch Mitte. Dafür hat sich Betti allerlei Fragen ausgedacht: Wo wohnte der König? Wo stehen vier Pferde auf einem großen Tor? Wo ging der König auf die Jagd? Ganz nebenbei lernen die beiden viel über die Sehenswürdigkeiten der Stadt.

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Zum Baden fahren sie an den Müggelsee oder nach Grünau. Die Straßenbahn bringt sie bis vor die Tür. Ich freue mich sehr, denn an einem Tag werde ich mit dem kleinen Ferien-Team unterwegs sein. Wir planen eine Foto-Safari. Ich habe noch einen einfachen Fotoapparat von meinen Kindern, einen zweiten borgen wir uns von einer Kollegin. Und dann geht es los. Das Ziel haben wir noch nicht festgelegt, aber da hat Berlin so viel zu bieten! Nach dem Fotografieren kann jede ihre zehn schönsten Fotos auswählen, die drucken wir dann aus und erstellen ein kleines Ferien-Foto-Album.

Im Wildpark Schorfheide können die Besucher auch Wölfe anschauen. imago/Hohlfeld

Auch an Regentagen kann man in Berlin schöne Dinge unternehmen

Auch Regentage erschrecken die Drei nicht. Da hat Betti schon das Museum für Kommunikation in der Leipziger Straße aufgestöbert, das für Kinder viele Möglichkeiten für Entdeckungen bietet. Eine Torte, die drei Etagen hat, wollen sie auch backen und die Eltern mit diesem süßen Kunstwerk überraschen.

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Dann sind da noch das FEZ, der Wildpark Schorfheide (gut zu erreichen mit der Heidekrautbahn), wo Elche, Wölfe und Luchse zu Hause sind, oder ein Picknick, das sie selbst vor- und zubereiten. Eigentlich ist eine Woche viel zu wenig für so viele Einfälle. Ihre Sabine Stickforth

KURIER-Autorin Sabine Stickforth schreibt jeden Dienstag über das Leben über 50 in Berlin.
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