Spargel kann man problemlos einfrieren – wenn man weiß, wie es richtig geht.
Spargel kann man problemlos einfrieren – wenn man weiß, wie es richtig geht. imago/Westend61

Kann man Zucchini, Spargel und grüne Bohnen einfrieren? Wie lange halten sich Brot und Brötchen im Gefrierfach? Und was gehört besser nicht in die Tiefkühltruhe? KURIER gibt hilfreiche Tipps und beantwortet die wichtigsten Fragen.

„Die Suchtrends der letzten Jahre zeigen, dass Tiefkühlfächer längst nicht mehr nur für Eis und Pizza genutzt werden“, erklärt Till von der Osten, Trading Director Deutschland beim Online-Elektrohändler AO.de. Dabei zeige sich, dass viele sich unsicher seien, wie und wie lange Lebensmittel am besten eingefroren werden können.

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Im Kampf gegen Lebensmittel-Verschwendung sind Gefrierfächer aber wichtige Verbündete: „Mit Gefrierschränken können Sie Zeit und Geld mit Meal-Prepping sparen oder Zutaten auf Vorrat herstellen, wie zum Beispiel bereits geschälte und klein gehackte Zwiebeln“, erklärt von der Osten.

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Kann man Zucchini einfrieren?

Ja! Kleine Zucchini sind besser geeignet als große, weil sie weniger Wasser enthalten und so nach dem Auftauen nicht matschig werden. Zuerst die Zucchini waschen und in Scheiben oder Würfel schneiden. Das Gemüse in ein Sieb geben und etwas Salz darüber streuen, um ihm Flüssigkeit zu entziehen. Nach fünf Minuten in einen Tiefkühlbehälter oder Gefrierbeutel geben und einfrieren. So bleibt die Zucchini bis zu zwölf Monate frisch.

Kann man Spargel einfrieren?

Die Spargelsaison rückt näher. Da stellt sich die Frage: Kann man Spargel einfrieren und sich den leckeren Geschmack so für das ganze Jahr sichern? Kann man! Spargel sollte man immer roh einfrieren, denn durch das Kochen oder Blanchieren verliert er stark an Geschmack und an Biss. Am besten in Gefriertüten portionsweise einfrieren. Dann ist er zehn bis zwölf Monate haltbar – also im besten Fall bis zur nächsten Spargelsaison.

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Kann man Obst einfrieren?

Bestimmte Obstsorten wie Erdbeeren, Himbeeren oder Heidelbeeren lassen sich unkompliziert und lange tiefkühlen. Äpfel, Bananen oder Pflaumen werden tiefgekühlt mit der Zeit braun und verlieren Aroma, sie sollten daher nur ein bis zwei Monate im Gefrierfach gelagert werden.

Wie lange kann man Brot und Brötchen einfrieren?

Frisches Brot und Brötchen sind eingefroren ein bis drei Monate haltbar, wenn sie luftdicht im Tiefkühlbeutel verpackt sind. Bei Zimmertemperatur braucht Brot etwa fünf Stunden zum Auftauen.

Gefrorene Brötchen lassen sich im Backofen in wenigen Minuten knusprig backen, wenn Sie sie vorher mit etwas Wasser bespritzen oder eine hitzebeständige Schale mit Wasser in den Backofen stellen.

Brot in Scheiben kann im Toaster aufgetaut werden – vorher sollten Sie etwaige Eiskristalle abkratzen. Brot einfrieren ist gerade für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte eine gute Möglichkeit, zu verhindern, dass Brot schimmelt und weggeworfen werden muss.

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Ein leckeres Brot kann man einfrieren und im Backofen wieder aufbacken. Besser ist aber: Es in Scheiben geschnitten einfrieren und die Scheiben im Toaster rösten.
Ein leckeres Brot kann man einfrieren und im Backofen wieder aufbacken. Besser ist aber: Es in Scheiben geschnitten einfrieren und die Scheiben im Toaster rösten. imago/Frank Müller

Kann man Fleisch einfrieren?

Rohes Fleisch sollte nach dem Kauf so schnell wie möglich eingefroren werden. Fettreicheres Fleisch hält sich dabei nicht so lange wie mageres Fleisch: Rindfleisch zehn bis zwölf Monate, Kalbfleisch neun bis zwölf Monate, mageres Schweinefleisch sechs bis acht Monate, fettes Schweinefleisch vier Monate, mageres Hackfleisch ein bis drei Monate, fettes Hackfleisch einen Monat und Hähnchen acht bis zehn Monate.

Bakterien und Pilze sind im Tiefkühler im Winterschlaf, werden aber beim Auftauen wieder aktiv. Fleisch sollte deshalb langsam im Kühlschrank auftauen und die Flüssigkeit, die sich dabei bildet, muss weggeschüttet werden. Wichtig: Fleisch, Teller oder Schüssel und Auftauflüssigkeit dürfen nicht mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, die roh gegessen werden.

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Kann man Eier und Milchprodukte einfrieren?

Wenn Sie rohe Eier ins Gefrierfach legen würden, würde die Schale während des Einfrierens platzen. Aufgeschlagene Eier können hingegen getrennt nach Eiweiß und Eigelb in Behältern eingefroren werden und später wieder zum Garen verwendet werden. Bereits gekochte Eier sollten Sie nicht einfrieren, weil sich dabei ihre Konsistenz zu stark ändert.

Das gilt auch für Sahne, Joghurt und weiche Käsesorten wie Camembert. Hartkäse kann nach dem Einfrieren meistens nur noch zum Überbacken oder für Soßen verwendet werden. Scheibenkäse kann luftdicht verpackt und separiert durch Folie oder Backpapier eingefroren werden und hält sich zwei bis vier Monate.

Wie sollte ich Reste einfrieren?

Gekochtes vor dem Einfrieren abkühlen lassen und portioniert in Behälter geben, die luftdicht schließen und als tiefkühlgeeignet gekennzeichnet sind. Dabei die Behälter nicht bis zum Rand füllen. Gekochte Kartoffeln können geschält und in Scheiben oder Stücken eingefroren werden, mit leichten Abstrichen an Geschmack und Konsistenz. Rohe Kartoffeln gehören übrigens auf keinen Fall in den Tiefkühler, weil die Knollen dann matschig und ungenießbar werden.

Kann ich Kaffee einfrieren?

Kaffeepulver einzufrieren ist nicht zu empfehlen, es sollte so schnell wie möglich aufgebraucht werden. Einfrieren ganzer Bohnen ist möglich, ist aber nur ratsam, wenn Sie den Kaffee längere Zeit nicht brauchen. Bohnen, die Sie in den nächsten acht Wochen aufbrauchen, sollten besser luftdicht an einem kühlen, schattigen und trockenen Ort aufbewahrt werden. Fürs Einfrieren muss der Kaffee luftdicht verpackt sein. Vor dem Zubereiten muss der Kaffee Raumtemperatur haben.

Welche Temperatur sollte mein Gefrierschrank haben?

Die ideale Temperatur liegt bei -18 °C oder darunter.