Olivenöl hat nicht nur einen ganz besonderen Geschmack, sondern ist auch noch verdammt gesund. Imago/Shotshop

Auch Olivenöl ist ein Fett und hat als solches viele Kalorien. Schon mit zehn Millilitern ist man bei 80 kcal dabei. Doch Fett ist eben nicht gleich Fett. Olivenöle bestehen vor allem aus ungesättigten Fettsäuren, die dem Körper helfen, fettlösliche Vitamine aufzunehmen, und die gesundheitsschädlichen LDL-Cholesterine zu senken, ohne dabei das gute HDL-Cholesterin zu reduzieren. Nun kam auch eine US-amerikanische Langzeitstudie zu dem Ergebnis: Schon ein halber Esslöffel Olivenöl am Tag kann vor vielen Krankheiten schützen.

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Langzeitstudie zeigt: So gesund ist Olivenöl

Für die Studie, die im Januar auch vom deutschen Bundeszentrum für Ernährung aufgegriffen wurde, wurden 90.000 Menschen rekrutiert, die in den vergangenen 28 Jahren alle vier Jahre zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt wurden. So wurde erfasst, welche Öl- und Fettarten zum Kochen, zum Braten, für Salatdressings oder auf anderen Wegen verwendet wurden. Während der Studie starben 37.000 der 90.000 Probanden.

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Besonders in der mediterranen Küche kommt Olivenöl oft zum Einsatz. Imago/Shotshop

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Bei den Menschen, die jeden Tag mehr als einen halben Esslöffel Olivenöl (ca. 7 Gramm) zu sich nahmen, lag das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben ganze 19 Prozent niedriger als bei der Vergleichsgruppe, die nicht auf einen halben Esslöffel Olivenöl kam. Aber nicht nur das: Auch die Sterblichkeit an Krebs (17 %), neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer (29 %) und Atemwegserkrankungen (18 %) war geringer.

Studien-Autorin: Verzehr von Olivenöl erhöhen

Die Forscher um Dr. Marta Guasch-Ferré resümierten: „Unsere Ergebnisse unterstützen die aktuellen Ernährungsempfehlungen, den Verzehr von Olivenöl und anderen ungesättigten Pflanzenölen zu erhöhen.“

Die Herstellung von kaltgepresstem Olivenöl. Imago/UIG

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Dennoch wiesen die Forscher darauf hin, dass die Studie eine reine Beobachtungsstudie sei und keine ursächlichen Zusammenhänge nachweisen könne. Außerdem sei nicht abschließend geklärt, ob der Konsum von Olivenöl nur vor bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall oder auch vor anderen schweren Erkrankungen schützt - und welche Menge dafür notwendig ist. Weitere Studien sollen nun dem positiven Effekt von Olivenöl genauer auf den Grund gehen.

Olivenöl: Richtig kaufen, richtig lagern

Beim Kauf des richtigen Olivenöls sollten Sie auch darauf achten, ein kaltgepresstes Olivenöl zu wählen. Denn raffinierte Öle verlieren bei ihrer Herstellung viele der Stoffe, die sie so wertvoll machen: Fettlösliche Vitamine wie Vitamin E, A und K, Phenole, aber auch die so wichtigen ungesättigten Fettsäuren. All das ist in kaltgepressten Ölen weitestgehend erhalten.

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Außerdem sollten Sie darauf achten, Olivenöl idealerweise nur in länglichen Flaschen zu kaufen, um so wenig Öl wie möglich mit Sauerstoff in Verbindung kommen zu lassen. Wichtig außerdem: Auch das beste Olivenöl verliert nach einiger Zeit seine wertvollen Stoffe. Damit dieser Punkt möglichst weit in der Ferne liegt, sollten Sie ihr Olivenöl lichtgeschützt lagern.