Königsberger Klopse sind ein traditionelles deutsches Gericht – sie sind deftig und schmecken. imago

Für viele Menschen gehört eine warme Mahlzeit am Tag zur gesunden Ernährung – mindestens! Gern wird mittags und am Abend deftig und heiß gespeist … und dabei vor allem in der Weihnachtszeit, die hinter uns liegt, kaum auf die Kalorien geachtet. Aber: Wie viele warme Mahlzeiten am Tag sind wirklich gesund – und zu welcher Tageszeit kann der Körper sie am besten verarbeiten? Hier kommen wichtige Ernährungs-Tipps.

Bei warmen Mahlzeiten kommt es auf die Zubereitung an

Das Problem bei warmen Mahlzeiten verbirgt sich oft nicht im Gericht selbst, sondern in der Zubereitung, sagt Monika Bischoff, die als Ernährungsberaterin im Krankenhaus Barmherzige Brüder in München tätig ist. „Für die Zubereitung einer warmen Mahlzeit wird bei bestimmten Zubereitungsarten viel Fett benötigt. Das macht sich in den Kalorien bemerkbar. Deshalb empfiehlt man nur eine warme Mahlzeit am Tag. Zudem muss der Körper die warmen Mahlzeiten für die Verarbeitung nicht mehr erwärmen. Es lässt sich vermuten, dass bei der Verdauung der Speisen so weniger Energie aufgewendet werden muss.“

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Allerdings könne man nicht sagen, dass kalte Mahlzeiten deshalb besser sind. Denn auch beim kalten Essen kann in kurzer Zeit viel Energie aufgewendet werden – etwa bei einem Brot mit besonders dicker Butter-Schicht. Bischoff: „Darum kann man nicht sagen, was generell gesünder oder ungesünder ist. Es kommt immer auf die Zusammensetzung der Gerichte an – unabhängig davon, ob sie kalt oder warm sind.“

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Ernährungs-Tipp: DAS macht eine perfekte warme Mahlzeit aus!

Aber: Was macht für die Ernährungs-Expertin eine gesunde Mahlzeit aus? Wer das wissen möchte, solle sich an der Teller-Regel orientieren. „Auf der Hälfte des Tellers sollte Salat oder Gemüse liegen. Ein Viertel sollte Eiweiß-Beilage sein, zum Beispiel Hülsenfrüchte oder Fisch, ein Viertel Kohlenhydrat-Beilage, zum Beispiel Kartoffeln oder Vollkornnudeln“, sagt die Fachfrau. „Hochwertiges Fett sollte man dabei nur sparsam einsetzen. Gesunde Zubereitungsarten, bei denen nur wenig bis gar kein Fett notwendig ist, sind Schmoren und Dämpfen. Nährstoffe und Vitamine bleiben dabei trotzdem erhalten.“

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Wichtig sei es vor allem, dass die Mahlzeiten abwechslungsreich aufgebaut sind. „Und immer abgestimmt auf die eigenen Bedürfnisse. Grundsätzlich gilt: alles in Maßen.“ Und übrigens: Eine perfekte Tageszeit für die warme Mahlzeit gibt es nicht. Denn: Es hängt von jedem Menschen individuell ab, wie gut die Speisen vom Körper verarbeitet werden können.