So schält man eine Banane richtig: Der Stiel dient als Griff, an der anderen Seite wird geöffnet.
So schält man eine Banane richtig: Der Stiel dient als Griff, an der anderen Seite wird geöffnet. Imago/YAY-Images

Bananen gehören zu den beliebtesten Obstsorten in Deutschland, wie auch im Rest von Europa. Sie sind süß, weich, eigenen sich auch als nährstoffreiches Nahrungsmittel für Kinder und Erwachsene, als wichtige Zutat für Frühstücks-Pancakes - oder auch als schneller Snack für Zwischendurch. Dass es für den letztgenannten Zweck so gut taugt, liegt auch an der Bananenschale. Die ist zwar grundsätzlich essbar, wird wegen ihres bitteren Geschmacks aber in aller Regel verschmäht. Dafür schützt sie aber das essbare Fruchtfleisch vor Dreck, Verunreinigungen oder in einigen Fällen sogar vor Druckstellen.

Doch mit der Schale verbunden ist auch eine wichtige Frage, die sich mit dem Verzehr der Banane stellt: Wie schält man sie?

Banane schälen: So geht es richtig

Die allermeisten Menschen in Deutschland haben auf diese Frage eine klare Antwort: Man greift den Stiel, der die Banane einst mit der Staude verbunden hat, wackelt daran ein bisschen herum und zieht so lange daran, bis nach einem kleinen „Plopp“ das Fruchtfleisch zu sehen ist. Doch das klingt zwar naheliegend, weil der Stiel dazu einlädt, ihn als Öffne-Vorrichtung für die Banane zu benutzen, doch die einfachste Variante ist das nicht.

Bananen wachsen an Stauden.
Bananen wachsen an Stauden. Imago/imagebroker

Denn von der Natur vorgesehen ist offenbar ein anderer Weg, an das Fruchtfleisch zu kommen - und zwar genau umgekehrt! Heißt: Der Stiel der Banane kommt nach unten fungiert eher als eine Art Griff. Geschälft wird die Banane von der stillosen Seite und das geht überraschend leicht. Kein Drücken, kein Drehen: greifen Sie einfach in das dunkle Ende und ziehen Sie die Schale von der Banane. Je älter die Banane ist, umso leichter geht das.

Übrigens: Wer seine Banane so schält, zieht im Regelfall auch alle Fäden vom Fruchtfleisch. Außerdem kann das Fruchtfleisch bis zum letzten Bissen in der Schale bleiben, da man mit dem Stiel nun einen Griff für das leckere Obst hat.

Drei weitere Fakten über die Banane

1. Alle Bananen, die wir essen, sind Klone: Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die Bananen, die wir essen keine Kerne haben. Dadurch werden stets nur Ableger der Sorte Cavendish gepflanzt. Nahezu alle kommerziell vertriebenen Obst-Bananen der Welt sind Klone der Sorte Cavendish und sind daher von Aussehen und Geschmack Identisch. Die Sorte Cavendish löste in den 1960er Jahren die Gros Michel-Banane ab. Die war größer und schmeckte auch etwas anders. Die Bestände wurden aber durch den Pilz oxysporum frü den Welthandel unbrauchbar gemacht. Nur in kleinen Gebieten wird sie noch angebaut. Und auch die Cavendish ist heutzutage durch einen Pilz bedroht. Es wird bereits an neuen Sorten geforscht.

2. Indien ist der größte Bananenproduzent der Welt: Tatsächlich werden auf dem indischen Subkontinent die mit Abstand meisten Bananen der Welt produziert: 31,5 Millionen Tonnen waren es im Jahr 2020. Auf den Plätzen folgen China (11,5 Tonnen) und Indonesien (8,1 Tonnen).

3. Der Gag mit der rutschigen Bananenschale: Jeder kennt den Witz mit dem Mann, der auf der Bananenschale ausrutscht. Seinen Ursprung hat er in der rasanten Verbreitung der Banane in den USA im ausgehenden 19. Jahrhundert, in der es tatsächlich immer mal wieder vorkam, dass Menschen auf den plötzlich überall herumliegenden Bananenschalen ausrutschten. Die rasante Verbreitung der Bananen in den USA (und später auch Europa) ist allerdings nicht wirklich ein witziges Kapitel der Geschichte, sondern eines, das mal wieder von Ausbeutung erzählt. Firmen wie die Boston Fruit Company (heute Teil von Chiquita) setzten teilweise mit Hilfe des US-Militärs günstige Steuern in den Produzenten-Ländern durch, beuteten Böden und Menschen für den Profit weniger aus.