Schokoboden, schokoladige Teigflocken, Käsekuchen: dieser Russische Zupfkuchen ist ein Gedicht. Foto: Dajana Rubert

Kennen Sie dieses wohlige Gefühl, sich an eine schönen Sonntag-Nachmittag auf den Weg zu Oma und Opa zu machen? Oder zu den eigenen Eltern. Man wird herzlich empfangen, mit einer langen innigen Umarmung, die Kaffeetafel ist gedeckt und es duftet herrlich nach Kuchen. Kennen Sie nicht mehr? Kein Wunder, seit mehr als einem Jahr hält uns die Corona-Pandemie zurück, Verwandten-Besuche sind selten geworden, in manchen Familien vielleicht sogar gänzlich zum Erliegen gekommen, um die zu schützen, die wir am meisten lieben.

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Auf das Stück Kuchen sollten wir trotzdem nicht verzichten müssen. Und auch wenn Sie vielleicht Anfänger an Rührschüssel und Handmixer sind, liefern wir Ihnen die Rezepte, die sicher gelingen. Heute: Russischer Zupfkuchen nach Omas Art. In diesem Sinn: Drücken wir uns allen die Daumen, dass wir sie bald wieder in die Arme schließen können.

Zutaten für den „Boden und die Zupfen“ des Russischen Zupfkuchens:

  • 5 EL Backkakao
  • 150 Gramm Zucker
  • 300 Gramm Mehl
  • 50 ml Milch
  • 1 Packung Backpulver
  • 1 Ei
  • 150 Gramm weiche Butter

Zutaten für den Käsekuchen-Teil des Russischen Zupfkuchens:

  • 600 Gramm Frischkäse
  • 3 Eier
  • 180 Gramm Zucker
  • 30 ml Milch
  • 2 Packungen Vanillezucker
  • 35 Gramm Mehl
  • 1 Prise Salz
  • ½ Becher Schmand

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Und so wird der Russische Zupfkuchen gemacht:

1.       Springform mit Backpapier auslegen und Ofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Tipp: Macht man das Backpapier nass und knüllt es zusammen, lässt es sich danach besser in Form bringen.

2.       Alle Zutaten für den „Boden und die Zupfen“ in einer großen Schüssel zusammenrühren und drei Minuten auf höchster Stufe mit dem Handmixer mixen. Achtung: Der Teig bleibt recht krümelig, das ist normal.

3.       Ca. die Hälfte des Schoko-Teigs in die Springform geben und zu einem flachen Boden andrücken. Der Boden sollte gelichmäßig dick sein.

4.       Nun die Zutaten für den Käsekuchenteig zusammenrühren. Nicht wundern: Die Mischung kann sehr flüssig werden, das ist normal.

5.       Jetzt den „Belag“ in die Springform auf den Teig geben.

6.       Den Rest des Schoko-Teigs in mehrere „Zupfen“ (kleine, ungleichmäßige Kugeln) teilen und in der Springform verteilen. Die „Zupfen“ nicht zu klein machen, sonst gehen sie im Käsekuchen unter. Das würde zwar am guten Geschmack nichts ändern, sieht dann aber weniger nach Russischem Zupfkuchen aus.

7.       Ab in den Backofen. 50 Minuten backen lassen. Danach die Temperatur runterdrehen und den Kuchen 30 Minuten im Ofen stehen lassen.

8.       Kuchen rausnehmen, abkühlen lassen und genießen!

Guten Appetit!

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Russischer Zupfkuchen kommt nicht aus Russland

Übrigens: Wussten Sie, dass der Russische Zupfkuchen gar nicht aus Russland kommt? Auch wenn das dem Namen nach naheliegt, ist der Russische Zupfkuchen kein klassisches Gebäck der Russen. Der Ursprung des Zupfkuchenrezeptes ist unklar. Vermutlich kommt es aus Ostdeutschland und den Zusatz „russischer“ Zupfkuchen erhielt es dann durch Fernsehwerbung von Dr. Oetker, die eine entsprechende Backmischung 1993 beworben haben.

Der Name wurde von den Teigflocken inspiriert, die ungebacken an die Turmspitzen russischer Kirchen erinnern sollen. Sie werden oben auf die Käsemasse aufgesetzt.

Sieht zum Anbeißen aus: der Russische Zupfkuchen nach Omas Art. Foto: Dajana Rubert