Dürfen werdende Mütter in der Schwangerschaft Rotkohl essen? Imago/Cavan-Images/Panthermedia

Wenn eine Frau gewollt schwanger wird, herrscht zunächst einmal Freude, doch bald schon kommen ziemlich viele Fragen auf sie und ihren Partner oder ihre Partnerin zu. Was darf die schwangere Frau eigentlich noch – und was nicht? Es gibt klare Regeln zu Alkohol, Zigaretten oder nicht durchgegartes Fleisch. Doch bei vielen Lebensmitteln ist zunächst eine große Unsicherheit da, was dem ungeborenen Kind vielleicht schaden könnte. 

Dürfen Schwangere Rotkohl essen?

Nun ist es Herbst in Deutschland angekommen und mit ihm häufen sich die Gelegenheiten, Rotkohl als Beilage auf den Tisch zu bekommen, bis diese Entwicklung nach dem Höhepunkt am 1. Weihnachtsfeiertag wieder abebbt. Und in dieser Zeit fragen sich schwangere Frauen laut Zahlen der Suchmaschine Google immer wieder, ob sie denn bei der beliebten Beilage – die in verschiedenen Teilen Deutschlands entweder Rotkohl, Rotkraut oder Blaukraut genannt wird – überhaupt essen dürfen.

Die Antwort auf die Frage noch Rotkohl in der Schwangerschaft ist klares Ja – mit einem kleinen Jein am Ende. Grundsätzlich ist Rotkohl nämlich weder für die werdende Mutter noch für das werdende Kind im Uterus schlecht. Ärzte empfehlen den Verzehr sogar, da Rotkohl reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Eisen, Natrium und Kalium ist, und dabei wenig Kalorien hat. 

Ein klares Ja zum Rotkohl für Schwangere - mit einer kleinen Einschränkung

Dem Ja zum Rotkohl folgen aber einige Einschränkungen. Sollten Sie den Rotkohl roh essen wollen, sollten Sie wissen, dass zu viel davon für Verdauungsprobleme sorgen kann. Außerdem sollten Sie Rotkohl, der als Rohkost auf den Teller kommt, vorher gründlich abwaschen, um das Risiko vor Listerien oder dem dem Parasit Toxoplasma gondii zu minimieren.

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Die perfekte Beilage zu Rouladen: Rotkohl. Auch aus dem Glas kann es ganz hervorragend schmecken. Imago/Westend61

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In gekochter Variante sind dann andere Dinge zu beachten, wie etwas die Zutaten, die zum Abschmecken des Rotkohls verwendet werden. Während Zwiebeln und Äpfel völlig unbedenklich sind, ist der Schuss Rotwein im Rotkohl natürlich tabu! Denn tatsächlich verkocht Alkohol gar nicht so schnell, wie man denkt. Nach 30 Minuten auf dem Herd sind nach einer Untersuchung noch immer 35 Prozent des Ursprungs-Alkohols enthalten.

Rotkohl in der Schwangerschaft: Was ist mit roher Wurst und Nelken?

Wenn Schwangere den Rotkohl mitessen sollen, sollte bei der Zubereitung auch auf die Beigabe von roher Wurst (wie Knackwurst) oder rohem Speck verzichten. Und auch bei den Gewürzen sollten sie genauer hinschauen. So wird von der Verwendung von Lorbeer bei der Zubereitung von Rotkohl für Schwangere abgeraten.

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Und auch bei Zimt und Nelken gibt es große Unsicherheit bei Schwangeren. Zwar gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass die beiden Gewürze eine wehenfördernde Wirkung haben, doch die Legende hält sich dennoch hartnäckig.

Tatsächlich befindet sich in vielen Zimt-Sorten der Stoff Cumarin, der in größeren Mengen, die über die Weihnachtszeit durchaus zusammenkommen können, für Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen sorgt.

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Sollten Schwangere kein Risiko eingehen wollen, sollten sie den Zimt lieber weglassen. Denn den Stress, den sie sich machen, wenn sie darüber nachdenken, ob nicht vielleicht doch zu viel Zimt im Rotkohl ist, sollten schwangere lieber vermeiden. Und dann klappt es auch mit dem Rotkohl.