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Im Wasser gegart nahm der Spargel dieses mit zum Servieren. Auch wenn es sich mit Butter oder Hollandaise vermischte, mich nervte diese manchmal recht plörrige Angelegenheit. Alternativ briet ich jahrelang also den Spargel, zeigefingerlange Stücke mit eleganten schief geschnittenen Enden (ja, auch die Optik entscheidet über den Appetit!) in etwas Rapsöl, mit Deckel drauf so zehn Minuten, damit er noch Biss hat, als Höhepunkt Parmesan drauf hobeln und leicht schmelzen lassen. Schmeckt, aber man ahnt einen leichten Hauch von Gebratenem.

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Bis ich den Ofenspargel entdeckte. Der ist mit dieser Methode wie gedünstet, schmelzig-gar, das Aroma nur pur und viel aromatischer, intensiver als bei anderen Garvarianten. Unübertreffbar komfortabel ist es zumal: Einfach (mindestens knapp zehn) geschälte Spargelstangen in einer Auflaufform eng schichten, Butterflöckchen drüber, kräftig salzen, für dreißig Minuten bei 200 Grad in den Ofen.

Sieht rundum prächtig aus, ist auch was für Gäste. Dazu Lachs im (großen!) Stück. Oder Lachs, geräuchert. Oder Schnitzel. Oder Rührei – mit frischem Schnittlauch. Meinetwegen auch mit einigen Parmesanhobeln, der kommt aber erst nach dem Ofenaufenthalt drauf. Ein ungewöhnlicher Tipp als Saucenersatz ist gekochtes, klein gehacktes Ei obendrauf zu streuen.