Zwischen Einfrier- und Mindesthaltbarkeitsdatum bei unverarbeitetem Tiefkühlfisch kann eine mehrjährige Spanne liegen. dpa/Marcus Brandt

Wer auf die Packung von eingefrorenem Fisch schaut, wundert sich, dass er mitunter bereits vor einem Jahr tiefgekühlt wurde und noch zwei weitere Jahre haltbar ist. Das ist richtig so!

Und so beruhigt denn auch die Verbraucherzentrale Bayern: Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum für unverarbeiteten tiefgekühlten Fisch zwei oder drei Jahre in der Zukunft liegt, diese Zeitspanne bei tiefgekühltem Fisch ist völlig okay.

Denn es dauert oft mehrere Monate, bis tiefgekühlte Fischfilets in den Lebensmittelhandel gelangen. Normalerweise wird der Fisch direkt auf dem Schiff fangfrisch eingefroren und später aufgetaut, filetiert, wieder eingefroren und verpackt.

Erstes Einfrierdatum kann ziemlich lange zurückliegen

Und bei unverarbeitetem Tiefkühlfisch muss neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum eben auch genau dieses erste Einfrierdatum angegeben sein. Dieses Datum kann durchaus ein Jahr oder länger zurückliegen. „Solange das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht erreicht wurde, garantieren die Hersteller die optimale Qualität des Fisches“, erklärt Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale.

Das Einfrierdatum müsse nicht angegeben werden, sobald der Fisch paniert, gewürzt oder anders weiterverarbeitet im Handel verkauft wird, etwa bei Schlemmerfilet oder Fischstäbchen. Also auch weiterhin: Guten Appetit!