Sie wollen Plätzchen oder Kuchen backen, aber eine Zutat ist aus? Dann können Sie diese problemlos ersetzen.
Sie wollen Plätzchen oder Kuchen backen, aber eine Zutat ist aus? Dann können Sie diese problemlos ersetzen. imago images/Shotshop

Sind Sie eher von der spontanen Art? Fällt Ihnen am Sonntag plötzlich ein, dass Sie große Lust haben, Plätzchen zu backen oder Kuchen für den Besuch der Schwiegereltern in den Ofen zu schieben? Prinzipiell wäre das ja kein Problem. Nur, dass es Murphys Gesetz so will, dass dann fast immer eine Zutat nicht oder nicht in ausreichender Menge zu Hause ist. Ihren Elan muss das aber gar nicht stoppen. Denn es gibt einfache Alternativen, mit denen man Eier, Mehl, Zucker und Butter ersetzen kann. Die Verbraucherzentrale gibt Tipps.

Lesen sie auch: Grüner Käsekuchen: Pistazien und eine Geheimzutat sorgen für die Farbe und den ganz besonderen Geschmack – hier das geniale Rezept >>

Lesen Sie auch: Rezept und Tricks für perfekte Vanillekipferl! So werden die Weihnachts-Plätzchen fein-mürbe und schmecken wirklich nach Vanille>>

Eier oder Eiweiß beim Backen ersetzen

Eier sind Bestandteil der meisten Backrezepte, lassen sich aber einfach im Teig ersetzen. Gut funktioniert zum Beispiel Stärke, Soja- oder Kichererbsenmehl, das mit Wasser angerührt wird. Ein bis zwei Esslöffel davon, angerührt mit zwei bis drei Esslöffeln Wasser, ersetzen ein mittelgroßes Ei.

Alternativ kann man 60 Gramm Apfelmus oder eine halbe pürierte Banane nehmen, je nachdem, was zum Geschmack des Gebäcks besser passt. Wer gemahlene Lein- oder Chiasamen parat hat, kann je einen Esslöffel davon mit drei Esslöffeln Wasser vermischen und quellen lassen und so das Ei im Rezept ersetzen.

Lesen Sie auch: Kochen wie in der DDR: Drei Mal Hering für den Herbst – so gelingt der Fisch perfekt>>

Schneeweißer Zuckerkleber für das Lebkuchenhäuschen lässt sich einfach und kostengünstig auch ohne Eiweiß herstellen – nämlich aus dem abgetropften Sud von Kichererbsen (Aquafaba) aus der Dose oder aus dem Glas, der aufgeschlagen und dann mit Puderzucker vermischt wird.

Mehl beim Backen ersetzen – aber maximal die Hälfte

Wer nicht mehr genug Mehl zu Hause hat, kann die fehlende Menge durch gemahlene Nüsse oder Mandeln ersetzen, die nebenbei ein tolles Aroma bringen. Die Buttermenge im Rezept kann dann etwas reduziert werden, da Nüsse Fett enthalten.

Auch Weizenkleie, Haferflocken oder Grieß können als Ersatz zum Einsatz kommen. Diese binden allerdings mehr Flüssigkeit, so dass hier unter Umständen etwas nachgesteuert werden muss, damit der Teig nicht zu trocken wird.

Wichtig ist, dass diese Alternativen fein gemahlen werden, um die gleiche Konsistenz wie Mehl zu erhalten. Es sollte auch nur maximal die Hälfte der im Rezept vorgesehenen Mehlmenge ersetzt werden, sonst verändern sich die Eigenschaften des Teiges zu stark.

Lesen Sie auch: Irre Geschichte: Falsch parken kostet Berliner seinen Führerschein! DAS ist der Grund >>

Beim Plätzchen- oder Kuchen-Backen können Eier, Mehl und Co. auch durch andere Zutaten ersetzt werden.
Beim Plätzchen- oder Kuchen-Backen können Eier, Mehl und Co. auch durch andere Zutaten ersetzt werden. imago/Westend61

Butter beim Backen ersetzen entlastet das Portemonnaie

Margarine funktioniert in den meisten Rezepten genauso gut wie Butter und entlastet bei den aktuell hohen Butterpreisen auch den Geldbeutel. Auch Nussmus, ergänzt mit Pflanzenöl, kann einen Teil der Butter ersetzen.

Bei Rührteigen kann man statt Butter auch gut geschmacksneutrales Pflanzenöl, beispielsweise Rapsöl, verwenden. 80 Gramm Öl entsprechen 100 Gramm Butter.

Lesen Sie auch: 4,5 Millionen Deutsche haben Anspruch – doch Wohngeld werden sie im Januar (wohl) nicht bekommen >>

Zucker ersetzen beim Plätzchen- und Kuchen-Backen

Ist der Zuckervorrat aufgebraucht und es fehlen noch ein paar Gramm laut Rezept, können diese getrost weggelassen werden, ohne dass Geschmackseinbußen drohen. Fehlenden Puderzucker kann man selbst aus Haushaltszucker herstellen, indem man diesen sehr fein mahlt.

Wer auf flüssige Alternativen zurückgreift, rechnet mit 80 Milliliter Honig, Ahornsirup oder Fruchtdicksäften statt 100 Gramm Zucker. Bei Flüssigsüße muss jedoch die Flüssigkeitsmenge im Rezept angepasst werden, damit der Teig nicht zu dünn wird.