Ja, Naschen geht auch ohne Schokolade – mit Beeren zum Beispiel. Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Sind wir mal ehrlich zu uns selbst: Es bleibt nicht bei dem einen Riegel, wenn wir Schokolade essen. Dann geht noch ein Riegel, und noch einer - und schnell meldet sich das schlechte Gewissen. Vor allem, wenn in kurzer Zeit die ganze Tafel vernascht ist. Ernährungsexperten sind sich aber sicher: Man kann sich selbst überlisten und eine gesündere Alternative anbieten.

Vor allem im Sommer ist das einfach - dann gibt es viele Beeren im Handel oder im eigenen Garten. „Man stillt seine Lust auf Süßes, ohne zu viel Zucker zu essen und nimmt zugleich viele wertvolle Nährstoffe zu sich“, sagt Ernährungsmediziner Matthias Riedl.

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Kalorien sparen mit Obst statt Schokolade

Beispiel Erdbeeren: Sie punkten auch mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen. 100 Gramm von den roten Früchtchen weisen mehr Vitamin C auf als Zitronen oder Orangen. Auch Folsäure, Vitamin B1 und Vitamin K stecken in ihnen. Zudem Mineralstoffe wie Zink, Kupfer und Mangan. Ein weiterer Pluspunkt: Die roten Vitaminbömbchen sind trotz ihres süßen Geschmacks nicht nur zucker-, sondern mit rund 32 Kilokalorien pro 100 Gramm auch energiearm.

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„In Erdbeeren stecken zudem sekundäre Pflanzenstoffe, die für den Körper von Vorteil sind“, sagt Susanne Umbach von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Aus Laboruntersuchungen ist bekannt, dass solche sekundäre Pflanzenstoffe Krankheitskeime abtöten und entzündungshemmend wirken. Nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung leisten jene, die in Erdbeeren enthalten sind, einen Beitrag dazu, Herz-Kreislauferkrankungen und bestimmten Krebserkrankungen vorzubeugen.

Beeren sind die perfekte Alternative zu Schokolade. Jens Kalaene/dpa

Zuckerarm sind auch Heidelbeeren, die laut dem Bundeszentrum für Ernährung vergleichsweise viel Vitamin E und Mangan aufweisen. Ihr hoher Gehalt an Anthocyan sorgt dafür, dass die Früchte im menschlichen Organismus zellschützend und stressmindernd wirken.

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Stachelbeeren sind nicht nur aufgrund ihres hohen Siliziumgehalts von Vorteil für Haare und Nägel. Und Johannisbeeren sind ebenso wie Erdbeeren ein Top-Vitamin-C-Lieferant. „Das gilt vor allem für Schwarze Johannisbeeren“, sagt Ernährungsberaterin Umbach.

Wassermelonen kommen pro 100 Gramm gerade einmal auf 37 Kilokalorien, bei der gleichen Menge Zuckermelonen sind es 54 Kilokalorien. Aber nicht nur die vergleichsweise geringe Kalorienmenge macht das Melonen-Essen attraktiv: Zuckermelonen etwa haben unter anderem einen nennenswerten Vitamin-C-Gehalt, Wassermelonen enthalten sekundäre Pflanzenstoffe. Und vor allem: „Melonen sind ein idealer Durstlöscher“, sagt Riedl. Weil sie im Schnitt bis zu 95 Prozent Wasser enthalten.

Von manchen Obstsorten darfs nicht zu viel sein

Ebenfalls ein idealer Snack für zwischendurch sind Sauerkirschen. Sie enthalten Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium und sind zudem wahre Vitaminbomben. Gleiches gilt für Pfirsiche.

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Und dann gibt es Obstsorten, die man zwar genießen kann und sollte, aber eher in Maßen - weil sie zuckerreich sind. „Dazu gehören zum Beispiel Bananen oder Trauben“, sagt Umbach. Zu viel Fruchtzucker könne zu Magen-Darm-Beschwerden führen. „Auch die Leber wird zu sehr belastet“, erklärt Ernährungsmediziner Matthias Riedl. Das Organ, das aus Fructose Fette produziert, droht zu verfetten. Und so eine Fettleber vergrößert das Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken.

Nach der handverlesenen Ernte können die frischen Brombeeren genascht werden - oder auf dem Kuchen landen. dpa

Auch Apfelstücke können ein Ersatz für das ständige Schokoladen-Essen sein. Im allerbesten Fall besteht der gesunde Snack für zwischendurch aus einem Mix aus Obst- und Gemüsestücken. Auch bei letzterem bietet sich je nach Saison einiges an. Etwa, Radieschen oder Spitzpaprika.

Aber hier eine Entwarnung: Der Schokolade komplett abzuschwören, ist ebenfalls nicht gut. „Schokolade ist auch Seelenfutter, es ist eine Wohltat, sie zu genießen – im Idealfall in kleinen Mengen“, sagt mit Susanne Umbach sogar eine Ernährungsberaterin.

Und wer sich immerhin etwas zügeln mag, für den hat sie noch einen einfachen, aber effektiven Tipp: Beim Einkaufen sollte man darauf achten, nicht zu viel davon zu kaufen. „Was man nicht im Haus hat, kann man auch nicht essen.“