Weil Kaffee des Deutschen liebstes Getränk ist, gönnen wir Ihnen zu einem guten Schluck schwarzes Gold noch ein paar Extra-Fakten, die Sie bestimmt überraschen werden.
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Hätten Sie gewusst, dass Kaffee eigentlich eine Frucht ist? Tatsächlich sind die Kaffeebohnen Fruchtkerne der Kaffeekirsche. Sie ist im unreifen Zustand grün und im reifen Zustand rot. Man pflückt und trocknet sie, um das Fruchtfleisch zu entfernen und so an die koffeinhaltige Bohne zu gelangen, die später vor dem Verzehr geröstet wird. Und weil Kaffee des Deutschen liebstes Getränk ist, gönnen wir Ihnen zu einem guten Schluck schwarzes Gold noch ein paar Extra-Fakten, die Sie bestimmt überraschen werden.

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Kaffeesatz ist der beste Blumendünger

Bitte nicht wegschmeißen! Was nach dem Aufbrühen im Filter oder in der Kaffeekanne übrig bleibt, ist kein nutzloser Müll. Der Kaffeesatz enthält Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie nützliche Antioxidantien. Das haben Forscher nachgewiesen. Gartenexperten empfehlen deshalb oft, das ausgelaugte Pulver als Pflanzennahrung zu nutzen. Und so geht’s: Der Kaffeesatz sollte getrocknet werden, damit sich keine Schimmelsporen bilden. Dann kann er im Garten oder auf dem Balkon auf den Pflanzen verteilt werden. Aber Achtung: Frühlingsblüher wie Krokusse, Narzissen oder Tulpen bevorzugen zudem einen kalkhaltigen Boden – da droht beim Einsatz von zu viel Kaffeesatz eine Übersäuerung des Bodens. Auch viele Gemüsesorten, etwa Kohl oder Zwiebeln, reagieren empfindlich.

Geröstete Kaffeebohnen liegen auf einem Tisch. Kaffee ist der Deutschen liebstes Getränk.
dpa/Fabian Sommer

Kalter Kaffee macht schön – stimmt das?

Es ist kaum noch zu belegen, woher diese Weisheit kommt, die schon unsere Groß- und Urgroßmütter kannten. Eine Version besagt, dass es zu Zeiten des Barocks üblich war, den Kaffee abgekühlt zu schlürfen. In vornehmen Kreisen war es im 17. und 18. Jahrhundert üblich, dicke Schminke zu tragen – die wäre durch heiße Dämpfe aus der Mokka-Tasse ins Laufen geraten. Insofern ist der Schönheitstipp wohl vor allem „kalter Kaffee“ – also abgestanden und kaum genießbar.

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Kaffee aus Katzen-Kot ist purer Luxus

Der berühmte Kopi Luwak, auch Katzen-Kaffee genannt, gilt als der teuerste und exklusivste Kaffee der Welt. Aber wenn wir Ihnen jetzt verraten, wie er hergestellt wird, verzieht sich sicher Ihre Miene. Denn seinen besonderen Geschmack erhält der Kopi Luwak, indem man der indonesischen Schleichkatze Kaffeekirschen zu fressen gibt. Diese werden von ihr verdaut und wieder ausgeschieden. Aus den Hinterlassenschaften der Schleichkatze werden nun die unverdaulichen Kaffeebohnen herausgesucht. Der sehr aufwendige Herstellungsprozess macht den Katzen-Kaffee extrem teuer. Bis zu 1200 Euro pro Kilo kostet der Luxus für Genießer.

Milder Kaffee enthält mehr Koffein

Diese Erkenntnis dürfte für die meisten überraschend kommen: Helle, milde Kaffeeröstungen enthalten normalerweise mehr Koffein als dunkle, herzhafte Kaffees. Dabei ist der Grund doch recht logisch: Je länger der Kaffee geröstet wird, desto mehr Koffein löst sich unter der Hitze aus der Bohne. Das ist ähnlich wie mit dem Wein beim Kochen. Je länger er mitköchelt, desto weniger Alkohol ist später im Essen.

Unreife Kaffeebohnen der Arabica-Sorte hängen an einer Kaffee-Pflanze.  dpa/Fabian Sommer

Halbe Billion Tassen Kaffee pro Jahr

Weltweit werden pro Jahr rund 500 Milliarden Tassen Kaffee getrunken. Bei einer Weltbevölkerung von knapp sieben Milliarden sind das unglaubliche 71 Tassen für jeden Erdenbürger – Kleinkinder mit eingerechnet, und die trinken ihn wohl nicht wirklich. Als Weltmeister unter den Kaffeetrinkern feiern sich übrigens die Finnen. 1305 Tassen jährlich trinkt jeder Finne, das sind 3,6 Tassen pro Tag! Auch in Deutschland ist Kaffee das beliebteste Getränk noch vor Bier und Mineralwasser! Dennoch trinkt jeder Deutsche durchschnittlich nur zwei Tassen am Tag.

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Kaffee verbessert das Gedächtnis

Kaffee kann sich positiv auf das Langzeitgedächtnis auswirken. Das haben Studien der Johns Hopkins University ergeben. Ihr Ergebnis: Zwei Tassen Kaffee pro Tag fördern das Erinnerungsvermögen. Es sollte aber wirklich bei zwei Tassen bleiben. Wer mehr trinkt, kann das mit dem Besser-erinnern-Können vergessen. Die Forscher stellten nämlich fest, dass eine Dosissteigerung von 200 auf 300 Milligramm Koffein nicht zu einer weiteren Verbesserung der Gedächtnisleistung führte. Sie nehmen sogar an, dass die Leistung bei einer erhöhten Koffeinkonzentration im Körper wieder nachlässt. Eine kleine Tasse Kaffee enthält übrigens etwa 80 bis 120 Milligramm Koffein.