Die Deutschen lieben ihre Kartoffeln - roh einfrieren sollte man die Knollen aber auf keinen Fall.
Die Deutschen lieben ihre Kartoffeln - roh einfrieren sollte man die Knollen aber auf keinen Fall. dpa/Martin Gerten

Wer gern Gemüse isst, kommt an grünen Bohnen nicht vorbei – und die Kartoffel ist DAS Nationalgemüse der Deutschen! Aber: Hätten Sie gewusst, dass beides unter Umständen auch giftig sein kann? Das Problem: Viele Lebensmittel enthalten natürliche Giftstoffe, die in der Natur einen wichtigen Zweck erfüllen – und die mit der richtigen Zubereitung keine Gefahr darstellen. Hier kommen drei Beispiele.

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Hätten Sie gewusst, dass Kartoffeln giftig sein können? Klingt absurd, ist aber wahr! Sie enthalten den Giftstoff Solanin, der sich vor allem an grünen und keimenden Stellen findet, berichtet das Ratgeber-Portal „Utopia“. In der Natur erfüllt er eine Aufgabe: Er dient den Kartoffeln als Fraßschutz vor Feinden. Wer eine größere Menge des Giftes zu sich nimmt, kann Symptome wie Völlegefühl, Benommenheit, aber auch Erbrechen und Halluzinationen bekommen. Allerdings ist dafür schon eine sehr große Kartoffel-Menge nötig.

Können Kartoffeln giftig sein? Ja, aber DAS hilft dagegen

Zum Glück ist es einfach, eine Vergiftung zu umgehen. Zum einen entstehen grüne und keimende Stellen bei Kartoffeln nur bei zu warmer und heller Lagerung. Weshalb Kartoffeln im besten Fall im kühlen Keller aufbewahrt werden sollten. Zudem sollten Kartoffeln immer geschält verzehrt werden – und entsprechende Stellen können schon vor dem Kochen großräumig abgeschnitten werden. Hat eine Kartoffel aber schon viele grüne Stellen, sollte sie lieber entsorgt werden.

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Bohneneintopf ist ein beliebtes Gericht. Von den gekochten Bohnen geht keine Gefahr mehr aus.
Bohneneintopf ist ein beliebtes Gericht. Von den gekochten Bohnen geht keine Gefahr mehr aus. imago/Westend61

Doch nicht nur Kartoffeln enthalten Gift – auch grüne Bohnen! Enthalten ist hier das sogenannte Phasin, der sich allerdings nur im rohen Zustand in den Hülsenfrüchten hält. Beim Kochen wird der Stoff, der die Pflanze vor Fressfeinden schützt, zerstört. Deshalb sollten grüne Bohnen nicht roh gegessen, sondern immer gegart werden. Das Kochwasser danach wegschütten, laut Verbraucherzentrale enthält es besonders viel Phasin.

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Und was richtet der Giftstoff an? Phasin sorgt dafür, dass die roten Blutkörperchen zusammenkleben, der Sauerstofftransport im Blut wird gestört. Auch die empfindlichen Epithelzellen im Darm können geschädigt werden, Darmentzündungen können die Folge sein. Zu den weiteren Symptomen gehören laut Verbraucherzentrale Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall. Laut „Utopia“ reichen bei Kindern aufgrund des geringen Körpergewichts bereits fünf bis sechs Grüne Bohnen für eine Vergiftung, die tödlich enden kann.

Zucchini und Kürbisse: Auch selbst angebautes Gemüse kann giftig sein!

Gefährlich kann es auch werden, wenn man im Garten eigenes Gemüse anbaut. Das Problem hier: In manchen Gewächsen (z.B. Zucchini) können giftige Bitterstoffe stecken, die in der Landwirtschaft bereits weggezüchtet wurden. Bei trockenem Wetter und Hitze bilden sich solche Stoffe vermehrt. Beim Verzehr können sie Magenschmerzen und Durchfall verursachen.

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Leider lassen sich die Bitterstoffe auch nicht entfernen. Hier hilft nur Aufmerksamkeit bei Genuss: Schmeckt eine Zucchini oder ein Kürbis zu bitter, sollte man auf das Essen lieber verzichten. Und: Je länger das Gemüse wächst, desto mehr Bitterstoffe können sich bilden, heißt es. Also: Das Gemüse lieber früh ernten, das reduziert die Menge der enthaltenen Stoffe.