Gut für die Gesundheit, gut für die Schönheit - die Kartoffel kann man vielfältig verwenden. Foto: imago images / Imaginechina-Tuchong

Von wegen, Kartoffeln sind nur zum Essen gut. Von wegen, Kartoffeln machen dick. Die tolle Knolle ist ein wahres Wundermittel für den Körper – sehr gesund und völlig zu Unrecht in Verruf geraten. Und weil die „typisch deutsche“ Beilage mehr zu bieten hat, als Sie vermuten, haben wir zehn überraschende Fakten zusammengestellt, mit denen Sie beim nächsten Familienessen prahlen können.

Kartoffeln sind Wundermittel gegen graue Haare

Kaum zu glauben – aber mit Kartoffeln kann man tatsächlich graue Haare verbergen, da es deren Sichtbarkeit abschwächt und die Haare nachdunkeln lässt. Einfach Kartoffelschalen mit heißem Wasser übergießen, 30 Minuten ziehen lassen und das Wasser als Haarspülung nutzen. Außerdem sorgt das Kartoffelwasser für mehr Glanz, eine gesunde Kopfhaut und stärkeres Haar.

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Kartoffeln gelten als „Zitronen des Nordens“

Kartoffeln werden auch „Zitronen des Nordens“ genannt, weil sie sehr viel Vitamin C enthalten. Zu dumm, dass das Vitamin C beim Kochen zum großen Teil verloren geht. Backen im Ofen erhält das Vitamin C schon eher. Roh essen ist trotzdem keine Option.

Kartoffeln sind wahre Allround-Talente.  Uwe Anspach/dpa

Kartoffeln sollte man immer schälen

Bei vielen Obst- und Gemüsesorten enthält die Schale wertvolle Vitamine – man sollte sie unbedingt mitessen. Die Kartoffel zählt allerdings nicht dazu. Experten raten, die Kartoffel unbedingt zu schälen. Die Schale der Kartoffel enthält natürliche Abwehrstoffe, die die Pflanze vor Bakterien schützt. Diese sind jedoch für den Menschen ungesund – in größeren Mengen sogar giftig.

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Verrückte Zahlen über die Kartoffel:

  • 5.000 Kartoffelsorten gibt es weltweit. Aufgrund großer Anpassungsfähigkeit der Kartoffelpflanze wird diese auf fast allen Teilen der Erde angebaut.
  • 60,6 Kilogramm Kartoffeln isst jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr.
  • Platz 7 hat Deutschland inne, wenn es um die weltweit größten Erzeuger von Kartoffeln geht. In China werden am allermeisten Erdäpfel angebaut.
  • 44,9 Prozent der deutschen Kartoffelerzeugung kommen aus Niedersachsen. Hier liegen die wichtigsten Anbauregionen.
  • Weniger als 2 Prozent der Erntemenge kommen aus ökologischem Anbau.

Keimende Kartoffeln sollte man nicht mehr essen

Hat die Knolle einen ordentlichen Trieb, gehört sie auf den Kompost. Denn beim Keimen der Kartoffel gelangt das giftige Solanin ins Innere. Auch schlecht: grüne Stellen. Diese kann man aber großzügig wegschneiden und die restliche Kartoffel noch essen.

Kartoffel sind gut für den Teint

Kartoffeln sind echte Allround-Talente. Eine Kartoffelmaske lässt einen müden Teint nach kurzer Zeit wieder frisch aussehen, da Kartoffeln der Haut viel Feuchtigkeit liefern. Rohe Kartoffeln schälen, reiben und auf die Haut auftragen. Dann 20 Minuten einwirken lassen. Der Brei aus Kartoffeln macht raue Haut wieder weich und geschmeidig. Auch gut: Rohe Kartoffelscheiben auf den Augen lindern Schwellungen.

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Kartoffeln machen glücklich

Von Schokolade kennt man das ja: Sie zu essen, verbessert die Laune. Verantwortlich für das gute Gefühl ist der Botenstoff Serotonin. Dieser kann im menschlichen Körper durch den Verzehr von 300 Gramm Salzkartoffeln, mindestens zweimal die Woche, dauerhaft erhöht werden. Also, rann an den Kartoffelschäler und das körpereigene Wohlbefinden steigern.

Kartoffeln entsalzen die Suppe

Der Koch war verliebt und hat die Suppe versalzen? Kein Problem, wenn er ein paar Kartoffeln im Haus hat. Einfach schälen und einige Minuten mitkochen. Die Kartoffeln entziehen der Suppe das Salz.

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Rohe Kartoffeln sind giftig

Vor allem kleine Kinder neigen dazu, alles, aber auch wirklich alles in den Mund zu nehmen. An rohen Kartoffeln sollten Sie Ihren Nachwuchs aber nicht knabbern lassen. Der Grund: Solanin, also eine schwach giftige chemische Verbindung. Wer ein kleines Stückchen rohe Kartoffel verspeist, wird keinen Schaden nehmen. In größeren Mengen roh genossen, rufen Kartoffeln Vergiftungserscheinungen aus.

Kartoffeln sind keine Dickmacher

Dieses Gerücht hält sich hartnäckig, ist aber falsch. Auch wenn Kartoffeln reich an Stärke sind und lange satt machen – sie sind entgegen der allgemeinen Annahme keine Dickmacher, sondern haben bei 100 Gramm gerade mal 70 Kalorien. Das ist weniger als zum Beispiel Bananen (89 Kalorien) haben oder die gleiche Menge Reis (130 Kalorien). Das Problem ist nur – und deshalb sind Kartoffeln auch in Verruf geraten: Wir essen sie nur noch selten in ihrer ursprünglichen Form. Leckere Bratkartoffeln werden mit viel Fett und meist zusätzlich Speck angebraten. Kartoffelbrei hat auf Grund seiner Verarbeitung einen höheren glykämische Index – das heißt, dass die Kohlenhydrate schneller ins Blut übergehen und sie damit schlechter für den Körper sind. Von Chips und Pommes fangen wir erst gar nicht an.

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Kartoffeln gehören nicht in den Tiefkühler

Kroketten oder Pommes gehören in den meisten Familien zum Standardprogramm im Gefrierfach. Aber wie sieht es eigentlich mit denen im Rohzustand aus? Kartoffeln unverarbeitet einzufrieren, ist keine gute Idee. Sie verlieren nach dem Auftauen ihre Konsistenz und werden matschig. Zudem ändert sich ihr Geschmack, die Kartoffeln schmecken nach dem Einfrieren ungewohnt süßlich. Kein Problem: Immerhin lassen sich rohe Kartoffeln auch so über einen langen Zeitraum lagern. Am besten halten sie sich im Dunkeln und bei Temperaturen zwischen 4 und 15 Grad Celsius – also zum Beispiel im Keller.