12 Millionen Tonnen Essen landen in Deutschland jedes Jahr im Müll. Was für eine gigantische Summe! Etwa die Hälfte dieser Lebensmittelabfälle stammt von privaten Haushalten. Die Gründe sind vielfältig – und vermeidbar. Wir kaufen zu viel ein, wir achten viel zu penibel aufs Mindesthaltbarkeitsdatum oder lagern unser Essen schlicht falsch – so verliert es an Geschmack und verdirbt schneller. KURIER hat die 10 Lebensmittel zusammengetragen, die (fast) alle falsch lagern. Und wir sagen, wie es richtig geht.

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Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank

Damit die Tomaten auch nach Tomaten schmecken, sollte man sie auf keinen Fall im Kühlschrank lagern. Am besten bewahrt man Tomaten in einem kühlen, dunklen Raum auf – etwa im Keller oder in einer Speisekammer.

Doch auch wer so einen Raum nicht hat, sollte Tomaten auf keinen Fall in den Kühlschrank tun. Dann ist Raumtemperatur immer noch die bessere Wahl, damit die Tomaten nicht unnötig schnell schimmeln. Wichtig: Lagern Sie Tomaten nicht neben Äpfeln – die lassen sie besonders schnell nachreifen (und verderben).

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Leckere rote Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank.
Leckere rote Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank. Imago/Dean Pictures

Brot gehört nicht in eine Plastiktüte

Laut einer Statistik von 2017 gaben immerhin 14 Prozent der Deutschen an, ihr Brot im Kühlschrank aufzubewahren. Abgesehen von schwülwarmen Sommertagen ist das aber die schlechteste Idee. Wenn es im Sommer deutlich wärmer als 22 Grad in der Wohnung ist und noch dazu feuchte Luft in den Räumen steht, kann der Kühlschrank eine Alternative sein. Ansonsten gilt: Der Kühlschrank entzieht dem Brot nicht nur Geschmack, sondern vor allem Feuchtigkeit. So wird es schnell hart und alt.

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Genauso schlecht: Brot in Plastiktüten aufbewahren (auch wenn Brot im Supermarkt oft in luftdichten Plastiktüten verkauft wird – lassen Sie die Finger am besten davon). In einer Plastiktüte bildet sich Kondenswasser, was schnell zur Schimmelbildung beitragen kann. In einer Papiertüte hält sich ein Brot ein bis zwei Tage frisch. Wenn Sie Brot auf Vorrat kaufen oder einen größeren Laib selbst backen, muss ein Brotkasten her.

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Brot lagert am besten im Brotkasten.
Brot lagert am besten im Brotkasten. IMAGO / imagebroker

Weg mit dem klassischen Obstkorb – Bananen nie zusammen mit Äpfeln lagern

So schön der klassische Obstkorb auch aussieht: Zur richtigen Lagerung von Obst ist er nicht geeignet. Vor allem Äpfel (aber auch Birnen, Tomaten und anderes Obst und Gemüse) stoßen viel vom Reifegas Ethylen aus. Die Folge: Alles, was in ihrer Nähe gelagert wird, wir schneller matschig und ungenießbar. Das gilt besonders für Bananen. Die bewahrt man am besten hängend auf, damit sie keine Druckstellen bekommen. Und in den Kühlschrank gehören sie auf keinen Fall – dort werden Bananen ganz schnell braun.

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Ein klassische Obstschale sieht schön aus, ist aber für die Lagerung von Obst nicht geeignet.
Ein klassische Obstschale sieht schön aus, ist aber für die Lagerung von Obst nicht geeignet. IMAGO/YAY Images

Käse nicht luftdicht verpacken

Wer Käse liebt, sollte sich diesen Tipp zu Herzen nehmen: Käse gehört nicht in eine luftdichte Plastikverpackung. Viel besser hält sich Käse, wenn er in einer luftdurchlässigen Verpackung aufbewahrt wird – etwa in einem leicht angefeuchteten Tuch, in Käsepapier oder einem Wachstuch.

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Wer Käse liebt, sollte ihn nicht luftdicht verpacken.
Wer Käse liebt, sollte ihn nicht luftdicht verpacken. Christin Klose/dpa

Zitronen gehören nicht in den Kühlschrank

Hätten Sie gewusst, dass sich selbst aufgeschnittene Zitronen noch rund eine Woche halten? Wenn man sie richtig lagert! Der Kühlschrank sollte für Zitronen (und andere Zitrusfrüchte wie Mandarinen oder Orangen) tabu sein. Besser bewahrt man das Obst bei Zimmertemperatur auf.

Und was macht man nun mit den angeschnittenen Zitronen? Die lagert man auf einem kleinen Teller mit der Schnittseite nach oben! Dank dieses einfachen Tricks kann sich auf der Oberseite ein dünnes Häutchen bilden und die Zitrone fängt nicht an zu schimmeln.

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Zirtonenhälften lagert man am besten nicht auf der aufgeschnittenen Seite.
Zirtonenhälften lagert man am besten nicht auf der aufgeschnittenen Seite. imago/imagebroker/franke

Pilze sofort von ihrer Verpackung befreien

Pilze gehören definitiv zu den Lebensmitteln, bei denen es uns die Verkäufer besonders schwer machen, sie richtig zu lagern. Denn während wir Pilze im Supermarkt fast immer luftdicht in Plastikschalen verpackt kaufen, ist das die schlechteste Idee, um Pilze aufzubewahren. Pilze müssen „atmen“ können – in der Plastikverpackung sammelt sich unnötig Feuchtigkeit und die Pilze verderben.

Und wie lagert man Pilze dann richtig? Am besten in einer Papiertüte oder in einem sauberen Geschirrtuch im Kühlschrank. Wichtig: Pilze sollten in jedem Fall schnell verbraucht werden – länger als ein paar Tage halten sie sich auch bei korrekter Lagerung nicht.

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Pilze sollte man direkt nach dem Kauf von ihrer Plastikverpackung befreien.
Pilze sollte man direkt nach dem Kauf von ihrer Plastikverpackung befreien. Christin Klose/dpa

Erdbeeren nicht waschen!

Erdbeeren sind kleine Diven, wenn man sie nicht sofort aufisst. Aber auch Erdbeeren kann man durchaus bis zu zwei Tage aufbewahren. Wichtig ist dafür, dass man sie nicht wäscht – zumindest nicht, wenn man sie nicht unmittelbar essen möchte. Um Erdbeeren zu lagern, schneiden Sie faulige Stellen ab (oder sortieren Sie faulige Früchte direkt ganz aus). Geben Sie unbeschadetes Obst in ein großes Sieb und stellen Sie das in das Gemüsefach des Kühlschranks. Darunter fängt ein Küchenpapier am besten die austretende Feuchtigkeit auf.

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Erdbeeren halten sich am besten im Kühlschrank frisch.
Erdbeeren halten sich am besten im Kühlschrank frisch. Hauke-Christian Dittrich/dpa

Angebrochene Konserven gehören nicht in den Kühlschrank

Für den Salat benötigen Sie nur eine halbe Dose Mais? Und den Rest heben Sie für morgen auf? Dann aber bitte nicht in der angebrochenen Konserve. Denn: Aus dem Weißblech der Dose kann ungesundes Zinn austreten und in Lebensmittel übergehen. Zwar sind heutzutage die meisten Dosen von innen mit Kunststoff beschichtet – das steht aber ebenfalls wegen gesundheitsbedenklicher Chemikalien in der Kritik. Besser: Füllen Sie den Mais (oder was auch immer Sie aufheben möchten) in ein sauberes Schraubglas um.

Eine angebrochene Konservendose bewahrt man so besser nicht im Kühlschrank auf.
Eine angebrochene Konservendose bewahrt man so besser nicht im Kühlschrank auf. IMAGO/Shotshop

Radieschen nie mit Grünzeug lagern

Sie wollen das Bund Radieschen nicht auf einmal aufessen? Kein Problem – wenn Sie Radieschen richtig lagern, bleiben Sie mehrere Tage lang frisch. Und so geht’s: Schneiden Sie Blätter und Wurzeln von den Radieschen ab (diese entziehen den Radieschen nämlich die Feuchtigkeit). Wickeln Sie die Radieschen in ein feuchtes Tuch oder geben Sie sie in eine Dose. Und ab damit ins Gemüsefach des Kühlschranks.

Wer das Grünzeug entfernt, kann Radieschen problemlos im Kühlschrank aufbewahren.
Wer das Grünzeug entfernt, kann Radieschen problemlos im Kühlschrank aufbewahren. Soeren Stache/dpa