Mikrowellentür auf, zwei Minuten später der Gong und schon steht das Essen warm auf dem Tisch. Aber es gibt Lebensmittel, die man so auf keinen Fall aufwärmen sollte. Foto: Imago/Panthermedia

Schnell soll es gehen, wenn man sich in der Mittagspause mal eben etwas Leckeres und im besten Fall sogar Gesundes auf den Tisch zaubern will. Ein probates Mittel: vorkochen! Wer am Abend vorher sein Mahl für den nächsten Tag zubereitet, braucht es dann nur noch aufzuwärmen. Und das geht am schnellsten und saubersten in der Mikrowelle. Aber Vorsicht: Hier lauern Gefahren. Lesen Sie mal, welche Lebensmittel auf keinen Fall in die Mikrowelle sollten, warum nicht und warum sonst sogar eine Lebensmittelvergiftung droht.

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Hähnchen ist der König unter den Bakterienschleudern

Hühnerfleisch ist unter keinen Umständen ein Kandidat für die Mikrowelle. Auf dem Fleisch tummeln sich so viele Erreger, dass Sie es nicht mal abwaschen sollten, da der beim Waschen umherspritzende Fleischsaft eher die Bakterien in der ganzen Küche verteilt. Hähnchenfleisch gehört deshalb auf jeden Fall in die Bratpfanne. Es sollte eine Kerntemperatur von mindestens 70 Grad erreichen, und das im besten Fall länger als zehn Minuten. Nur so gehen Sie auf Nummer sicher und verderben sich nicht den Magen.

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Ei aus der Mikrowelle macht Bauchweh

Rührei, Spiegelei, Ei, Ei, Ei … was kursieren im Internet nicht alles für Ideen, seine Lieblings-Frühstücksbeilage sauber und schnell in der Mikrowelle zuzubereiten. Und ja, das klappt in der Regel wirklich gut. Zumindest, wenn es um Optik und Geschmack geht. Ob das gesundheitlich sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Wir haben mal draufgeschaut und empfehlen: Bereiten Sie Eier besser nicht in der Mikrowelle zu. Es können sich dabei Proteinstrukturen verändern, was Magenbeschwerden verursachen kann. Dazu kommt: Wurde das Ei bei Raumtemperatur gelagert, können sich auch hier Salmonellen vermehren. Wird das Ei dann nicht richtig heiß erhitzt oder nicht gleichmäßig (und das ist in der Mikrowelle ja oft der Fall), macht das im schlimmsten Fall krank.

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Spinat aus der Mikrowelle kann giftig sein

Ist es Fakt oder Fake, dass Spinat nach dem Aufwärmen giftig ist? Schließlich wird dieser Mythos schon seit Jahren von Generation zu Generation weitergegeben. Fakt ist: In die Mikrowelle sollte der Spinat nicht. Hintergrund ist ein chemischer Prozess, der beim Abkühlen des Spinats in Gang kommt. Denn Spinat enthält von Natur aus Nitrat. Beim Aufwärmen und langsamen Abkühlen kann aus dem Nitrat allerdings Nitrit werden und daraus krebserregende Nitrosamine. Den Nitrat-Gehalt von Gemüse können Sie senken, indem Sie möglichst frischen Spinat kaufen und die Stiele und großen Blattrippen vor der Zubereitung entfernen. Frisch gekocht ist er dann unbedenklich. Und wer ihn wirklich aufwärmen will, tut das statt in der Mikrowelle besser im Kochtopf auf dem Herd. Denn da wird er gleichmäßig warm. Wenigstens auf 70 Grad sollte er erhitzt werden. 

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Pilze sind ein Nährboden für Mikroorganismen

Mit ihrem hohen Gehalt an Wasser und Proteinen sind Pilze der ideale Nährboden für Mikroorganismen – bei der Lagerung können sich gefährliche Giftstoffe bilden, die zu Übelkeit und Brechdurchfall führen können. Wenn Sie Pilze wirklich Aufwärmen wollen, dann tun Sie dies unbedingt auf dem Herd und bei einer Mindesttemperatur von 70 Grad Celsius. Auch wichtig: Das Gericht auf keinen Fall mehrmals wieder aufwärmen. Das Pilzeiweiß ist nämlich sehr empfindlich. Bei erneutem Erwärmen könnte es zum Eiweißabbau durch Bakterien oder Pilzenzyme kommen.

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Kartoffeln und Reis nur im Topf erhitzen

Beilagen kocht man ja meist zu viel. Aber nur richtig gelagert haben sie überhaupt eine Chance auf ein „zweites Leben“. Und das beginnt nicht in der Mikrowelle. Fakt ist: Lässt man Reis oder Kartoffeln erst einige Stunden bei Raumtemperaturen runterkühlen und stellt sie dann für den nächsten Tag in den Kühlschrank, können sich Sporen oder Bakterien bilden. Vor allem, wenn man die Lebensmittel dann nur kurzzeitig oder mit zu niedriger Temperatur erhitzt (und das ist ja in der Mikrowelle der Fall), werden die Bakterien nicht abgetötet – die Folge ist im schlimmsten Fall eine Lebensmittelvergiftung.