EHC-Boss Peter John Lee und Red-Bull-Coach Don Jackson begegnen sich erst mal nicht. Foto: City-Press/Marco Leipold

Das Coronavirus trifft die Eisbären härter als bislang angenommen. Nachdem bereits unter der Woche einige bestätigte Covid-19-Fälle dafür gesorgt haben, dass das Spiel gegen Mannheim im MagentaSport Cup verschoben werden musste, folgte am Freitag die nächste schlechte Nachricht. Weil noch weitere Profis betroffen sind, fallen die letzten beiden Partien in dem DEL-Vorbereitungsturnier gegen Red Bull München und die Adler aus. Bis kommenden Donnerstag muss die gesamte Mannschaft in Quarantäne.

Eisbären-Boss Peter John Lee sagt: „Wir haben nach Bekanntgabe der ersten positiven Fälle sofort reagiert, den Trainingsbetrieb gestoppt und die Mannschaft in häusliche Quarantäne geschickt. Leider wurden jetzt weitere positive Befunde festgestellt. Wichtig ist jetzt die Genesung der betroffenen Personen.“ Immerhin sind keine größeren Symptome festzustellen.

Grizzlys-Profi erlitt Herzmuskelentzündung

Ob die Eisbären anschließend direkt wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können, ist noch offen. Kurz vor dem Start in die neue Saison, die am 18. Dezember mit einem Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins beginnen soll, ist das natürlich ein großer Rückschlag. Zumal die nachverpflichteten Kris Foucault (29, kam aus Krefeld) und Giovanni Fiore (24, kam aus Ontario) noch ins Team integriert werden müssen.

Bevor die Bären dann aber hoffentlich bald wieder loslegen können, müssen sich die positiv getesteten Profis einem Belastungs-EKG unterziehen, um auszuschließen, dass die Folgen der Infektion körperliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Der Wolfsburger Profi Janik Möser erlitt nach einer Coronainfektion eine Herzmuskelentzündung. Das gilt es unbedingt zu verhindern, denn damit besteht akute Lebensgefahr.