Eisbär Ryan McKiernan bejubelt sein 3:2 in Ingolstadt - 63v Sekunden vor Ende des Spiels. Foto Matthias Koch

Das ist der Wahnsinn! 3:2 (1:1, 0:1, 2:0) gewinnen die Eisbären Halbfinale 2, gleichen in der Serie gegen Ingolstadt zum 1:1 aus. Am Freitag (18.30 Uhr, MB-Arena) steigt in Berlin mit Spiel 3 der Showdown. Der Traum vom achten Titel lebt.

Alles oder nichts! Spiel 3 oder Urlaub! Der Druck auf die Bären ist riesig. Und was macht Leo Pföderl? Der Torjäger stellt sich vorm Spiel locker hin und sagt: „Es gibt doch nicht viel Schöneres als Spiele, in denen es um alles geht.“  

Leos Lust gesteigert

Leos Lust auf die ultimative Herausforderung wird gleich noch gesteigert. Tim Wohlgemuth trifft zum 0:1. Da sind gerade mal 57 (!) Sekunden gespielt. Oh, Mann!

Dass er nicht nur Sprüche klopft, zeigt Pföderl, als er eiskalt zum Ausgleich einschiebt – 1:1 (10.). Sein 22. Saisontor, sein zweites im zweiten Spiel nach dem Blitz-Comeback nach Knieverletzung.

Im zweiten Abschnitt legen die Bären noch einen Zahn zu, spielen teilweise Powerplay bei 5 gegen 5. Nur: Der Puck will nicht rein. Weil Panther-Torwart Michael Garteig einen Sahne-Sahne-Sahne-Tag erwischt. Ist der Kanadier doch mal bezwungen, kratzt Verteidiger Emil Quaas (bis 2011 Eisbären Juniors!) den Puck von der Linie. Verflixt!

Tor-Monster McKiernan 

Und mitten rein fährt Ingolstadt einen Muster- Konter, Wohlgemuth bedient Mirko Höfflin – 1:2 (27.).

Aber der EHC gibt nicht auf und wird im vierten Powerplay belohnt. Matt White trifft zum 2:2 (50.). Und es kommt noch besser. Als alle schon mit der Overtime rechnen, macht sich Ryan McKiernan auf den Weg und zimmert das 3:2 – 63 Sekunden vorm Ende. Das fünfte Play-off-Tor des Verteidigers. Wahnsinn!

PS: Auch das zweite Halbfinale geht weiter: Die Wolfsburg Grizzlys schockten Top-Favorit Mannheim mit einem 2:1 nach Verlängerung, glich in der Serie zum 1:1 aus. Das entscheidende Spiel gibt es hier ebenfalls am Freitag. Erstes Bully im Adler-Horst SAP-Arena ist um 20.30 Uhr