Eisbären-Verteidiger Julian Melchiori hat die Play-offs noch nicht aus den Augen verloren.
Eisbären-Verteidiger Julian Melchiori hat die Play-offs noch nicht aus den Augen verloren. City-Press

Die Eisbären reisen am Mittwoch mit dem ICE und viel Optimismus nach Frankfurt, wo am Donnerstag das Spiel bei den Löwen ansteht (19.30 Uhr). Mit dabei ist auch Julian Melchiori (31). Für den Verteidiger ist der Abstiegskampf abgehakt, er schaut nur noch nach vorn. Weit nach vorn.

Melchiori erzählt: „Ich habe eine ähnliche Situation schon mal in der AHL bei Binghamton erlebt. Da haben wir uns mit Moral und Einsatz aus dem Keller gezogen.“

Und dann haut der Kanadier richtig drauf: „Für mich ist Berlin nicht nur eine Traumstadt, meine Frau und ich wohnen sehr gern in Alt-Stralau. Für mich sind die Eisbären auch die beste Mannschaft der Liga, selbst wenn es im Moment nicht danach aussieht.“

Eisbär Julian Melchiori gibt die Play-offs nicht auf

Allen, die da total erstaunt gucken, schreibt Melchiori ins Stammbuch: „Wir stehen unten in der Tabelle, sind im Moment aber gerade im Aufwind und haben in unseren beiden letzten Spielen den Schalter herumgeworfen. Ich gebe die Play-offs nicht auf.“ Julians Wort in Gottes Gehörgang ...

Immerhin sagt das kein heuriger Hase. Melchiori schwang in der NHL bei den Winnipeg Jets 30-mal und in der AHL bei verschiedenen Teams 446-mal den Schläger, ehe er im September 2020 in die russische KHL nach Nischnekamsk (Tatarstan) wechselte.

Nach acht Wochen war er dort wieder weg, ohne auch nur eine einzige Minute für Neftechimik über das Eis geglitten zu sein. Europa lockte dennoch. Deshalb landete der Abwehr-Recke bei den Grizzlys in Wolfsburg.

Julian Melchiori: „Wir kämpfen um den guten Ruf der Eisbären“

Im Sommer 2022 heuerte er dann in Berlin bei den Eisbären an: „Als das Angebot kam, konnte ich nicht Nein sagen.“ Es läuft zwar nicht ganz so, wie er sich das vorgestellte. Aber Aufgeben ist nicht.

Melchiori: „Wir haben uns vorgenommen, nicht gleich bei jedem Gegentor zu verzagen. Wir kämpfen jetzt um die Play-offs und um den guten Ruf der Eisbären.“

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