Eisbär Giovanni Fiore scheitert hier an Bietigheim-Torwart Cody Brenner, seine Kollegen machen es später besser. Foto: Imago/Pressefoto Baumann

Was hilft zumindest ein wenig gegen einen Heimfluch? Richtig, Auswärtssiege! Und da haben die Eisbären richtig was aufzuweisen: Das 4:2 (0:1, 2:0, 2:1) bei Aufsteiger Bietigheim Steelers ist schon der fünfte volle Erfolg im fünften Spiel auf fremdem Eis. 

So was schafft selbst der DEL-Rekordmeister nicht alle Tage. 2007 startete der EHC mal mit vier Auswärtssiegen in eine Saison, fünf am Stück gab es noch nie. Das feiert auch die lautstarke Berliner Fan-Gruppe in der Halle.

Wiedersehen mit Tine Braun

Das Duell Deutscher Meister gegen DEL2-Meister ist aber keines mit Klassenunterschied. Die Steelers mit Eisbären-Leihgabe Tine Braun sowie den Ex-Hohenschönhausern Daniel Weiß und Brendan Ranford geben alles. Es ist von Anfang bis Ende ein sehr  intensives Spiel. Bei dem die Bären zurückliegen. Mitch Heard trifft im Powerplay für Bietigheim (19.).

Das juckt die Eisbären an, sie kommen zum zweiten Drittel mit noch mehr Schwung aufs Eis. Und endlich finden die Pucks auch den Weg in die Kiste: Yannick Veilleux gleicht aus (27.), 109 Sekunden später gelingt Zach Boychuk die 2:1-Führung (29.). Kapitän Frank Hördler ist in der zweiten Pause trotzdem nicht zufrieden: „Wir waren schon besser, aber Bietigheim macht das auch sehr, sehr gut.“

Zauber-Tore zum Abschluss

Zum Ende wird es noch mal wild: Blaine Byron hält lehrbuchreif die Kelle in einen Schuss von Simon Despres - 3:1 (54.). Ranford kontert mit dem Anschluss (55.), Matt White zimmert die Hartgummischeibe dann aus irre spitzem Winkel zum 4:2  rein (58.).  

Trotzdem bleibt unterm Strich: Die Jungs von Trainer Serge Aubin lassen wieder zu viele gute Chancen liegen, treffen Pfosten (zweimal), Latte, schießen Steelers-Goalie Cody Brenner berühmt oder scheitern an der eigene Hektik. Das ärgert auch Manuel Wiederer, aber der Stürmer findet auch: „Ein verdienter Sieg.“ Genau!   

Dienstag ist Champions League

Am Dienstag geht es in der Champions League weiter, wo eigentlich nix mehr geht. Lugano kommt in die MB-Arena (19 Uhr). Eine gute Gelegenheit, was gegen den Heimfluch zu tun.