Auf die Plätze, fertig, Bully! Beim Vierer-Turnier in Krefeld wurde endlich wieder Eishockey gespielt.  Foto: City-Press

Drei Spiele, zwei Siege, im Finale 2:3 (1:2, 0:0, 1:0/0:1) n.V. gegen Lettland – die DEB-Auswahl verpasste den Triumph beim Deutschland-Cup. Oder besser: das, was Corona vom traditionellen Vierer-Turnier (seit 1987) übrig ließ.

Statt Schweiz, Slowakei, Russland, USA oder Kanada waren neben dem Gastgeber diesmal nur Lettland und ein deutsches Talente-Team dabei. Sportlich sicher nicht das Gelbe vom Ei. Doch viel wichtiger als Ergebnisse war die Botschaft des deutschen Eishockeys: Wir sind noch da!

Seit dem 8. März und dem Corona-Abbruch nach der Hauptrunde waren die DEL und ihre Klubs von der Eisfläche verschwunden. Während Basket-, Hand- und Volleyball inzwischen in die (leeren) Hallen zurückkehrten, gab’s beim Eishockey nur Meldungen über drohende Pleiten, ein paar Testspiele der Klubs und scheinbar endlose Diskussionen um den Start der neuen Saison. Jetzt soll am 19. November geklärt werden, ob der kurz vor Weihnachten tatsächlich kommt.

Ultimativer Test steht bevor

Für eine positive Entscheidung waren die drei Tage von Krefeld soooo wichtig. Verbands-Boss Franz Reindl: „Der größte Erfolg, den wir uns selbst setzen konnten, ist, allen in der Sportart das Signal zu geben, auch der Liga, dass es geht. Es funktioniert.“

Als ultimativer Test startet am Mittwoch der MagentaSport-Cup mit acht von 14 DEL-Teams und 24 Spieltagen. Die Eisbären steigen Freitag (19.30 Uhr) gegen Schwenningen ins Turnier ein. Neun EHC-Cracks sogen in Krefeld (DEB-Auswahl oder Perspektivteam) mit jeder einzelnen Pore auf, wie geil Wettkampf-Eishockey ist. Marcel Noebels (zwei Turnier-Tore) spricht für alle: „Es gibt nichts Schöneres für einen Eishockeyspieler, seinen Job wieder zu machen!“