Münchens Frederik Tiffels im Zweikampf mit Eisbär Jonas Müller beim Ligaauftakt. City-Press/Marco Leipold

Keine Panik auf dem Meister-Dampfer. Nach dem klaren 1:4 zum DEL-Start gegen Top-Herausforderer München schrillen bei Titelverteidiger Eisbären keine Alarmglocken.

Auch dass es nach vier Niederlagen in vier Spielen in der Champions League (Marcel Noebels: „Da waren wir läuferisch irgendwie noch nicht bereit“) schon die fünfte Pleite am Stück war, macht Serge Aubin nicht verrückt. Der Cheftrainer: „Ich bin vom Ergebnis enttäuscht, aber definitiv nicht vom Einsatz. Ich glaube, wir können auf dieses Spiel aufbauen. Wir hätten gewinnen können.“

Jonas Müller sah gutes Spiel

Sieht auch Jonas Müller so: „Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel von uns, schlussendlich waren Kleinigkeiten entscheidend. Wir haben zweimal beim Bully nicht aufgepasst.“ Da gab’s das 1:2 (37.) und 1:3 (45.), das Spiel war weg. Aubin: „Das 1:3 tat schon weh.“

Klar, denn bis dahin vergaben seine Jungs reihenweise dickste Chancen, München nutze seine viel, viel effektiver. Für Aubin ist der EHC nach dem personellen Umbruch im Sommer trotzdem weiter voll im Plan: „Wir haben einen guten Schritt vorwärts gemacht, aber die Belohnung nicht bekommen. Wir sind immer noch in dem Prozess, als Team zusammenzuwachsen. Wir gehen im Moment durch eine schwierige Phase, aber das gehört zum Wachstum.“ Die nächste Chance auf Belohnung ist am Sonntag in Iserlohn (16.30 Uhr).

Dass es die gibt, davon ist Frank Hördler überzeugt. Der Kapitän ist wie immer Pragmatiker: „Jetzt wird es halt Zeit, dass wir in Iserlohn die Dinger rein machen, hinten besser stehen, weniger Tore kriegen – dann bin ich eigentlich guter Dinge.“