Mit seiner Rolle in Berlin war Constantin Braun nicht mehr zufrieden und lässt sich nach Krefeld verleihen. Foto: imago images

Und noch einer weniger. Nachdem Maxim Lapierre vor wenigen Tagen völlig überraschend sein Karriereende bekannt gegeben hat, verlieren die Eisbären mit Constantin Braun nun einen weiteren Spieler. Zumindest für die kommende Saison. „Constantin kam mit dem Wunsch einer Ausleihe nach Krefeld auf uns zu“, wird Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung zitiert, „er war bei uns unzufrieden mit seiner Rolle innerhalb des Teams. In Krefeld hat er die Chance, mehr Eiszeit zu erhalten. Wir wollten ihm natürlich keine Steine in den Weg legen und sind seinem Wunsch nachgekommen.“

Schon in der vergangenen Saison bekam Braun nicht die Einsatzzeit, die er sich vorgestellt hatte. In manchen Partien lief er gar nicht auf. Und daran hätte sich vermutlich nicht viel verändert, und das machte Braun unzufrieden. „Meine Rolle innerhalb des Teams entspricht diese Saison leider nicht der, die ich mir vorstelle“, heißt es in der Mitteilung, „da ich den Anspruch habe, eine tragende Rolle innerhalb der Mannschaft zu übernehmen, habe ich Stéphane Richer und Peter John Lee gebeten, mich für diese Saison an die Krefeld Pinguine zu verleihen.“ Dort wolle er dem jungen Team mit seiner Erfahrung helfen, eine erfolgreiche Saison 2020/21 zu spielen.

Seit 2004 spielt der 32-jährige Allroundspieler, der seine Karriere als Stürmer begann, in Berlin. Mit den Eisbären gewann Braun fünfmal die Deutsche Meisterschaft, einmal den Deutschen Eishockey-Pokal sowie die European Trophy. In den DEL-Playoffs 2013 wurde er zum wertvollsten Spieler gewählt. Die LA Kings zogen Constantin Braun im NHL Draft 2006 in der sechsten Runde an Position 164. Sein Wechsel nach Krefeld soll für Tine aber nicht das Ende beim EHC sein. Die Vereinbarung zwischen den beiden Vereinen sieht nach Ablauf der Saison eine Rückkehr nach Berlin vor. Erst einmal aber geben die Dynamos wieder einen Spieler ab und haben keinen Neuen geholt.