Eisbär Frans Nielsen feiert das 2:1 von Dominik Bokk gegen München.
Eisbär Frans Nielsen feiert das 2:1 von Dominik Bokk gegen München. City-Press

Stimmung wie in besten Zeiten. 14.200 Fans in der seit zwei Pandemie-Jahren endlich wieder einmal ausverkauften MB-Arena gaben ihren Eisbären nach dem 2:1-Sieg gegen München einen klaren Auftrag für das Spiel am Mittwoch: „Bringt einfach den Pott mit.“

Das wird in München im Spiel vier trotz 2:1-Führung nicht ganz einfach, weiß auch Dominik Bokk, der für den Siegtreffer sorgte. Das wichtige Tor spielt er als seinen Verdienst allerdings herunter: „Geschossen hat Kai Wissmann. Ich hab den Schläger nur hingehalten, den Schuss abgefälscht und dadurch war die Scheibe drin.“

Aber: Um abfälschen zu können, muss man nicht nur an der richtigen Stelle stehen, sondern auch noch den Schläger richtig hinhalten. Der 22-Jährige Stürmer gibt gern zu: „Durch die beiden Siege am Sonntag (3:2 n.V.) und Montag (2:1) haben wir Selbstvertrauen getankt.“

In München: Drei Eisbären sind verletzt

Das wird wichtig sein. Die Eisbären müssen mit Yannick Veilleux, Blaine Byron und Zach Boychuk wahrscheinlich gleich auf drei verletzte Stars verzichten. Byron und Boychuk verletzten sich nach unfairen Attacken der Münchner.

„Wir müssen trotzdem heute aus der Situation das Beste machen. Wir müssen versuchen, in Führung zu gehen, denn einen Vorsprung zu verteidigen ist immer leichter, als einen Rückstand aufzuholen“, verbreitet Haudegen Frans Nielsen eine alte Sport-Weisheit. Der 38 Jahre alte Däne (945 NHL-Spiele) schockt die Münchener mit einer unglaublichen Glanzform. Wenn er vorm Bullen-Tor auftaucht, brennt es lichterloh. Nielsen: „In der Jugend bin ich in Dänemark einmal Meister geworden. Danach sah ich immer nur andere die Meisterschaft feiern. Ich werde mich heute noch einmal ins Zeug legen. Es ist mein Traum, meine Eishockey-Karriere in dieser Woche mit einem Titel zu beenden.“

Der 16 Jahre jüngere Dominik Bokk will gern der Gärtner für die Eisbären sein, wenn es heute gilt, das Feld für einen Sieg zu bestellen. Wie Frans Nielsen stieß auch Bokk erst im Verlauf der Saison zu den Berlinern. Ein Bravo für EHC-Sportdirektor Stephane Richer.

Eisbären-Verbleib von Bokk nicht sicher

Der 1,87 Meter große gebürtige Schweinfurter Bokk redet nicht um den heißen Brei, wenn er berichtet, warum er erst so spät von den Chicago Wolvers (AHL) zu den Berlinern gestoßen ist: „Ich hatte bei den Wolvers nicht wirklich viele Wechsel. Ich habe deshalb mit den Trainern gesprochen. Sie waren mit einer Leihe nach Berlin einverstanden. Mit den Eisbären habe ich nun einen wirklich guten Klub gefunden.“

Ob Dominik bleibt oder geht, ist noch nicht entschieden. „Dominik ist überall einsetzbar“, freute sich EHC-Trainer über die bisherigen zwei Play-off-Tore seines Spielers mit der Rückennummer 78.

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