Anfang März streifte sich André Rankel zum letzten Mal das EHC-Jersey über. Foto: City-Press/Florian Pohl

Wenn in einigen Tagen das erste Mannschaftstraining für die neue Saison ansteht, wird man sich noch daran gewöhnen müssen, dass Ex-Kapitän André Rankel (35) nicht mehr im EHC-Jersey auf dem Eis im Wellblechpalast dem Puck hinterherjagt. Nach 17 Jahren haben sich die Wege von den Bären und ihm ja bekanntlich getrennt.

Der Rekordtorschütze der Bären und siebenfache Champion hat sich damit allerdings noch nicht in den Ruhestand verabschiedet. Noch fühlt er sich bereit, seine erfolgreiche Karriere fortzusetzen. „Ich stand auch mit einigen Vereinen in Kontakt.“ Wie so oft in den vergangenen Jahren muss Rankel körperliche Beschwerden durchstehen. „Meiner Schulter geht es nicht so gut, ich bin deshalb aktuell in der Reha“, erzählt der 246-fache Bärentorjäger. „Ohne diese Sache hätte ich schon einen Vertrag unterschrieben.“

Den Druck früherer Jahre, möglichst eine Turboheilung hinzukriegen, spürt er aktuell aber nicht. Was auch der ungewöhnlichen Situation im Corona-Jahr geschuldet ist. „Viele Mannschaften warten noch ab, was passiert“, weiß Rankel. Wenn demnächst absehbar ist, dass es tatsächlich am 13. November mit Fans weitergeht, wird noch mal Bewegung reinkommen, davon ist der zweifache Familienvater überzeugt. „Aber ich kann eben nur irgendwo zusagen, wenn ich das Gefühl habe, dass es wirklich noch geht.“

Nicht nur für ihn, sondern für alle Kollegen und Bärenfans wird es komisch sein, wenn die neue Saison ohne die Nummer 24 startet. So ganz weg ist er ja nicht, mit der Familie wohnt er an der Stadtgrenze. „Ich stehe natürlich immer noch in Kontakt mit einigen Jungs und kriege auch mit, wenn ein neuer Spieler kommt.“

Und einen großen Wunsch hat er sportlich noch: „Ich habe noch nie gegen die Eisbären gespielt. Es wäre doch was, wenn ich das noch erleben darf.“