Leo Pföderl (m.) gelang, was noch keinem Eisbär gelang. Imago/Osnapix

Die kleine Pause tat den Eisbären anscheinend richtig gut. Das 6:1 bei den Krefeld Pinguinen war Balsam auf die bisherige Auswärtsschwäche. Nicht nur das: Der klare Sieg beim Nord-Letzten war auch ein Spiel, in dem es viele kleine Dinge zu feiern gab.

Zum Beispiel für Kai Wissmann. Der Pass, mit dem der Verteidiger das 1:0 durch Parker Toumie (10.) einleitete, war gleichzeitig sein 50. Assist in der DEL. Diese Marke stachelt ihn richtig an. Wissmann: „Mit dem Ergebnis sind wir auf jeden Fall zufrieden, mit der Spielweise großteils auch. Wir wissen, dass wir noch besser spielen können.“

Oder für Zach Boychuk. Dem Center gelang mit dem 5:0 (31.) endlich sein erstes DEL-Tor. Kein Grund, sich selbst in den Vordergrund zu schieben: „Der Treffer freut mich sehr. Das Zusammenspiel in unserer Reihe mit Matt White und Giovanni Fiore funktioniert sehr gut, wir üben konstant sehr viel Druck auf dem Eis aus.“

Den größten Meilenstein verbuchte aber ohne Zweifel Leo Pföderl mit dem 4:0 (26.). Für den Nationalstürmer war es das achte Tor im achten Spiel in Folge – das schaffte vor ihm in der DEL noch kein anderer Eisbär. Aufgelegt, na klar, von seinen kongenialen Sturmpartnern in der EHC-Paradereihe Marcel Noebels und Lukas Reichel. Pföderl grinsend: „Wir drei sind wirklich effektiv.“

Verständlich, dass Trainer Serge Aubin das Fazit leichtfiel: „Das war ein guter Sieg. Je länger das Spiel lief, desto mehr Chancen konnten wir uns herausspielen.“