Früh übt sich ... Die Eisbären Juniors feiern den in Köln errungenen Meistertitel mit allem, was sie haben. Foto: City-Press/Moritz Eden

Die Eisbären müssen sich kräftig schütteln, das 3:6 in Straubing aus dem Pelz kriegen. Volle Konzentration auf Sonntag und Bietigheim (14 Uhr, MB-Arena), um dann mit einem guten Gefühl nach einer Woche Pause in die Play-offs zu starten. Und was passt als Einstimmung aufs große Ziel Titelverteidigung perfekt? Richtig, einen Meister feiern.

Die U20 der Eisbären von Trainer Jochen Molling (48) sackte den Titel vergangene Woche in Köln ein und wird vor dem DEL-Hauptrundenfinale gegen die Steelers in der hoffentlich endlich mal wieder mit 14.200 Zuschauern pickepackevollen MB-Arena geehrt.

Jochen Molling mit Spieler-Trainer-Double

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Eisbären-Juniors-Trainer Jochen Molling drückt den Meisterpokal ganz fest an sein Herz.

Molling, im Westteil Berlins geboren, nimmt, wenn man so will, zum zweiten Mal einen Junioren-Titel entgegen. Wegen der besseren sportlichen Möglichkeiten verließ er einst die Preussen und schloss sich den Dynamos an. „Ein mutiger, aber richtiger Schritt wenige Monate nach der Wiedervereinigung“, schaut Molling zufrieden zurück.

1991 staunten die Bundesliga-Junioren nämlich nicht schlecht, als nach der ersten vereinten Junioren-Bundesliga die Ossis vom SC Dynamo den Meisterpokal wegschleppten. Stürmer Sven Felski (47) gehörte damals als Torjäger zu den meisterlichen Jung-Dynamos und grinst bei der Erinnerung an damals: „Wir saßen im Osten auch nicht mit dem Pelzmantel hinter dem Ofen.“

Sven Felski ist stolz wie Bolle

Inzwischen ist „Felle“ Chef der Eisbären Juniors und natürlich stolz wie Bolle auf seine Jungs: „Wir haben seit der Gründung der DNL vor 21 Jahren zum ersten Mal die Meisterschaft gewonnen. Die Truppe hat sich endlich einmal für ihren Fleiß belohnt.“

Molling gibt das Lob zurück: „Der Fleiß ist das eine, das andere ist unsere Organisation. Durch Sven Felski als Boss, die gute Zusammenarbeit mit der Schule und den Angestellten des Sportforums haben wir bei den Eisbären Juniors wirklich ideale Bedingungen. Die haben wir diesmal voll genutzt.“

Große Namen: Hördler und Braun

Großen Anteil am Titel hatte Kevin Handschuh (19), der nicht nur im dritten Finale in Köln den Siegtreffer erzielte, sondern mit insgesamt acht Play-off-Toren glänzte und trotzdem auf dem Boden blieb: „Das waren nicht meine Tore, das waren Tore, die wir als Mannschaft geschossen haben.“

Mit Eric Hördler (17) und Marlon Braun (18) gehören auch zwei Spieler mit großen Eishockey-Namen zum neuen Junioren-Meisterteam. Erics Vater Frank (37) führt die Profi-Eisbären als Kapitän aufs Eis. Marlons Opa Frank Braun (270 Länderspiele für die DDR, 15-mal Meister mit Weißwasser) verstarb im Alter von 72 Jahren leider im vorigen Jahr.

Eisbären: Hoffen auf neuen Eric Mik

Den beiden gehört die Zukunft, aber Trainer Molling mahnt: „Eric und Marlon sind Talente und wurden jetzt für die WM in die U18-Nationalmannschaft berufen. Den Jungen darf aber durch ihre Väter und Großväter kein zu großer Rucksack aufgebunden werden. Sie benötigen für ihre Entwicklung noch Zeit, zumal beide noch zwei Jahre bei der U20 spielen können.“

Das gilt nicht für alle Spieler des Teams. Aber auch die, die das Alterslimit überschreiten, haben eine Perspektive: Juniors-Chef Felski: Sie bekommen bei unserem Kooperationspartner Weißwasser eine Chance. Wir hoffen, dass sie nach zwei oder drei Jahren wie zum Beispiel Erik Mik fit für die Eisbären zurückkehren.“

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