Hat den Puck immer genau im Blick: Eisbären-Youngster Eric Mik (22). Foto: City-Press/Mathias Renner

Im Turbo-Viertelfinale der Eisbären gegen die Kölner Haie (3:0 in der Best-of-five-Serie) ging’s auf dem Eis mächtig hitzig zu. Doch Eric Mik (22) kann’s gar nicht heiß genug sein. Deshalb gibt es bei den Miks im Schildower Garten noch ein kleines Osterfeuer.

„Das ist bei uns Tradition. Wir treffen uns in Familie mit meinen Großeltern aus Rosenthal, meinen Eltern, meiner Freundin Antonia und mir zu einer kleinen Osterfeier“, sagt Eric mit einem Lächeln um den stoppligen Play-off-Bart. Dass das auch in diesem Jahr klappt, ist auch eine Folge von Leistung. „Unser Durchmarsch gegen Köln verschafft mir freie Ostertage. Das nutzen wir aus.“

Extralob vom Eisbären-Sportchef

Apropos nutzen: Das machte Mik auch mit der Chance, die sich ihm bei den Eisbären bot. Sportdirektor Stéphane Richer ist keiner, der gleich Lobeshymnen singt, nur weil einer ein gutes Spiel abliefert. Doch nach dem 4:0 in Spiel 3 gegen Köln ließ er sich zu gerne zu einem Urteil hinreißen: „Eric Mik hat in diesem Jahr einen großen Leistungssprung hinbekommen.“

Was sich für den Verteidiger sicher gut anhört, denn damit dürfte der Vertrag für nächstes Jahr perfekt sein. Mik: „Ich will auch gar nicht weg von den Eisbären.“

Eric Mik ist ein Dauerbrenner

Wie zuverlässig Trainer Serge Aubin auf den einst bei den Preußen in der P9-Eishalle in der Glockenturm-Straße entdeckten Eric bauen kann, offenbart die Statistik der Hauptrunde. Nur Mik, Jonas Müller und Kai Wissmann liefen da in allen 55 Spielen auf. Auf im Schnitt knapp 13 Minuten Eiszeit pro Spiel, 15 Scorerpunkte (2 Tore, 13 Assists) und einen Plus/Minus-Wert (auf dem Eis bei Toren bzw. Gegentoren) von plus 15 kann Mik durchaus stolz sein.

Damit die Kondition stimmt, sitzt Eric oft im Sattel eines Fahrrad-Ergometers im „Welli“, die Schnelligkeit holt er sich auf dem Eis. Seine Spritzigkeit erkannte natürlich Trainer Aubin sofort und setzte ihn auch öfter mal im Sturm ein. Inzwischen gilt Mik als feste Größe in der Abwehr: „Darüber freue ich mich natürlich. Andererseits haben mir die Einsätze im Sturm auch einige Erfahrungen gebracht. Ich konnte dadurch genau beobachten, wie die Verteidiger anderer Teams auf die Stürmer reagieren.“

Ein Studium soll es auch noch sein

Damit nicht genug. Mit dem guten Abitur will er auch studieren. Was genau, lässt er noch offen. „Ich habe schon mal an der Fachhochschule Hagen nachgefragt. Doch da müsste ich pro Studienjahr 10.000 Euro bezahlen. Für einen Eishockeyspieler ist das zu viel“, gibt er ehrlich zu.

Zukunftsmusik. Mik: „Ich konzentriere mich zunächst auf Eishockey und das Halbfinale. Wir haben uns als Mannschaft geschworen, mit unserer ganzen Kraft den Meistertitel zu verteidigen.“

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