Für Eisbär Marcel Noebels, einen der Silber-Helden von 2018, würde mit dem Aus für Eishockey bei Olympia in Peking ein Traum platzen: „Das ist die größte Bühne, die man erreichen kann und die es gibt.“ City-Press/Moritz Eden

Nach dem 3:4 gegen Nürnberg, der ersten „echten“ Niederlage nach zuvor zwölf Spielen mit mindestens einem Punkt, sind die Eisbären weiter klarer Tabellenführer und wollen Freitag gegen München (19.30 Uhr) eine neue Serie starten.

Dafür müssen die Brause-Bullen aber erst mal aus der Corona-Quarantäne kommen. Wie Iserlohn, Wolfsburg und Bietigheim ist München wegen etlicher Virus-Fälle zurzeit nicht spielfähig. Die Lage ändert sich beinahe stündlich. Nicht nur in Sachen Infektionen.

Olympiapause wird verkürzt

Die DEL versucht bei jetzt schon über 30 Nachholspielen verzweifelt, die Saison irgendwie zu retten. War es gestern nur ein Gedanke, gilt heute schon als sicher: Die Olympiapause wird am Anfang und Ende verkürzt, um Termine zu schaffen.

Aber vielleicht ist dieser Schritt, der für Teams mit vielen Olympia-Fahrern (wie die Eisbären mit Mathias Niederberger, Marcel Noebels, Leo Pföderl, Jonas Müller, vielleicht auch Kai Wissmann) ein Wettbewerbsnachteil wäre, gar nicht nötig. Denn plötzlich steht das ganze Olympia-Turnier auf der Kippe.

Krisensitzung in Zürich

Am Donnerstag kommt in Zürich die IIHF-Spitze zusammen. Das turnusmäßige Treffen der Weltverbands-Bosse wird zur Krisensitzung. Thema: Für und Wider des Turniers in Peking.

Die NHL zog schon die Zusage zurück, ihre Stars abzustellen. Grund: Termin-Knappheit wegen zu vieler ausgefallener Spiele. In anderen Ligen sieht es nicht besser aus. Aber anders als die NHL hat die DEL beim Weltverband eine vertragliche Abstellungspflicht, kann also nicht selbstständig entscheiden.

Letzte Instanz ist das IOC

Den Verzicht auf Eishockey könnte in letzter Konsequenz nur das IOC abnicken. Bei der IIHF ist man jedenfalls ins Grübeln geraten. Omikron gibt’s auch verstärkt in China, vor Ort werden ständig die Maßnahmen verschärft.

DEB-Boss Franz Reindl ist am Donnerstag in Zürich dabei und sagt vorab: „Die Situation kann sich täglich ändern, das ist die Gefahr. Man muss sich damit beschäftigen.“

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