Düsseldorfs Alexander Barta trifft mit seinem Penalty, damit sind die Eisbären um Torwart Tobias Ancicka besiegt. Foto: Imago/Ulrich Hufnagel

Weiter geht die wilde Hatz! Am Dienstag müssen die Eisbären gegen Ingolstadt ran (19.30 Uhr, MB-Arena). Der Auftakt für stressige elf Tage mit sieben (!) Spielen. Und für die und die dann folgenden Play-offs kann das Motto nur heißen: In den 60 regulären Minuten machen wir alles klar, sonst wird das nix.

Klingt hart, ist aber so. Mit der Champions League gegen Tampere musste der Meister in dieser Saison neunmal in die Verlängerung – und verließ danach nie als Sieger das Eis. Fünfmal kam der K.o. in der Overtime, viermal dann beim Penaltyschießen.

Penaltyschießen? Lieber nicht!

Überhaupt: Die Entscheidung in letzter Instanz Mann gegen Mann ist nicht das Ding der Eisbären. Zum letzten Mal gewannen sie vor einem Jahr gegen Nürnberg ein Shootout, davor sackte Jamie McQueen am 2. Januar 2019 gegen Iserlohn den Zusatzpunkt ein.

So gesehen ist das 2:3 n.P. am Sonntag in Düsseldorf doppelt ärgerlich. Denn da führten die Bären bis zu 57. Minute 2:0. Trainer Serge Aubin: „Dann fangen wir uns eine unnötige Strafe und Düsseldorf nutzt die Überzahl. Eine klare Führung rutscht uns in letzter Minute durch die Finger.“

EHC-Trainer Serge Aubin mahnt und mahnt

Weil die DEG nach dem Anschluss den Torwart rausnimmt und mit einem Mann mehr ausgleicht (59.). Der Rest ist bekannt. Der Coach: „Es ist enttäuschend, dass wir bisher in der Verlängerung noch nicht gewinnen konnten.“

Um gar nicht erst in die Verlegenheit einer Extraschicht zu kommen, mahnt Aubin immer wieder: „Wir müssen bis zur letzten Sekunde voll konzentriert bleiben, dürfen auch in einer hektischen Schlussphase keine Fehler im eigenen Drittel machen.“

Beim 3:1 gegen Wolfsburg fruchteten seine Worte, in Düsseldorf dagegen ... Stürmer Yannick Veilleux will nichts von Nachlässigkeit wissen, stellt klar: „Natürlich nehmen wir uns vor, vom Anfang bis zum Ende des Spiels konzentriert zu sein.“

Eisbär Leo Pföderl: „Glück gehört dazu“

Trotz allem: Die Schwäche in Overtime und Shootout kann in den Play-offs noch gefährlich werden. Torjäger Leo Pföderl, der noch verletzt fehlt: „Natürlich trainieren wir auch Penaltyschießen. Dazu gehört aber auch Glück.“

Klar, aber sich allein aufs Glück zu verlassen, kann auch schon mal böse enden.

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