Zach Boychuk hat bei den Eisbären sofort eingeschlagen. Er könnte eine Stütze für die nächsten Jahre sein. Imago/Contrastphoto

Auf den Rausch nach der Meisterparty könnte in den kommenden Tagen der eine oder andere Kater folgen. „Mit dem Stamm dieser Mannschaft wird es weitergehen“, sagt EHC-Geschäftsführer Peter John Lee. Allerdings wird natürlich nicht ausbleiben, dass sich die Wege von den Eisbären und dem einen oder anderen Spieler trennen werden. Das tut weh, aber gehört zum Geschäft.

Boychuk über die Eisbären: „Es hat auf Anhieb gefunkt“

Zumal die Pandemie dafür gesorgt hat, dass plötzlich Spieler zu haben waren, die unter normalen Umständen nicht den Weg in die Hauptstadt gefunden hätten. Torjäger Matt White kam aus der KHL, Zach Boychuk war zuvor beim SC Bern in der Schweiz angestellt, Simon Després spielte zuletzt beim schwedischen Klub Oskarshamn. Sie alle waren wichtige Stützen der Eisbären und haben sofort den Geist dieser Mannschaft angenommen. 

„Es hat auf Anhieb gefunkt“, sagte Boychuk auf der virtuellen Meisterparty am Sonnabend, nachdem Trainer Serge Aubin ihn überzeugen konnte, sich dem EHC anzuschließen. Després sprach gar von der „Zeit meines Lebens“ mit den Eisbären. Aber natürlich hat diese besondere Coronasaison wirtschaftlich eine schwere Delle hinterlassen. Und die lässt sich bei Vertragsverhandlungen eben auch nicht ganz ausklammern. Auch wenn diese Meisterspieler dem EHC weiterhin gut stehen würden.

Lukas Reichel dürfte mit großer Sicherheit nicht mehr zum Kader gehören. Denn mit dieser Meisterschaft hat er beste Empfehlungen in Richtung Chicago abgegeben. Die Blackhawks haben den Stürmer ja vor einem Jahr in der ersten Runde des NHL-Drafts ausgewählt.